König Ludwigs Schlösser

König Ludwig II. hinterließ dem Freistaat Bayern einige wunderschöne Schlösser an außergewöhnlichen Orten, die jährlich etliche Millionen Besucher und Touristen aus aller Welt anlocken und immer wieder aufs Neue begeistern.

König Ludwig II. | Neuschwanstein | Hohenschwangau | Herrenchiemsee | Linderhof

 

Schloss Neuschwanstein

Schloß Neuschwanstein im Allgäu von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Das Schloß Neuschwanstein gehört neben dem Hofbräuhaus in München sogar zu den bekanntesten Bauwerken der Welt. Das Schloss Neuschwanstein, die Würzburger Residenz und das Schloß Herrenchiemsee zählen alleine schon fast die Hälfte aller Besucher in Bayern auf sich. Die Mischung aus Kunst und Kitsch sind vor allem prägend für König Ludwig`s Märchenschlösser Neuschwanstein und Schloss Linderhof. Kaum ein Zweiter hat Bayern solche bedeutenden und imposanten Bauwerke hinterlassen, die auch heute noch jedes Jahr Millionen von Besuchern begeistern. Bei aller Entzückung über die Bautätigkeit des beliebten Märchenkönigs darf man jedoch nicht vergessen, dass seine Bautätigkeit fast den ganzen bayerischen Staat ruiniert hatte und das Schloß Herrenchiemsee mangels finanzieller Mittel auch nicht mehr beendet wurde.

König Ludwig II. von Bayern

Bayern verdankt König Ludwig II. viele der schönsten bayerischen Sehenswürdigkeiten, die gleichzeitig auch zu den meistbesuchten Ausflugszielen in Bayern gehören. An erster Stelle sind das die bayerischen Schlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof, die jedes Jahr weit über 1 Million Besucher anziehen. Die Bautätigkeit von König Ludwig II. begann 1867, als er noch in München lebte und dort die Münchner Residenz nach seinen Vorstellungen umbauen ließ. Für Politik hatte er kein großes Interessse, dafür umso mehr an Musik und Architektur, die er in seinen Schlössern auslebte. Zeugnisse dieser Leidenschaft kann man auch in München entdecken. Letztendlich brachte diese Leidenschaft aber auch das Unheil über König Ludwig II. Da er Bayern wegen seines ausgepägten Hangs zu außergewöhnlichen Gebäuden fast in den Ruin führte, ließ man ihn letztendlich entmündigen. Sein Tod im Starnberger See ist bis heute ungeklärt. Mehr zu König Ludwig II. und seinen Spuren gibt es in dem Reiseführer “Auf den Spuren des König Ludwig II.”

Schloß Neuschwanstein

neuschwanstein-300Schloss Neuschwanstein im bayerischen Voralpenland ist wie jedes Jahr Anziehungspunkt Nr. 1 in Bayern und Hauptattraktion entlang der Deutschen Alpenstrasse. Schloss Neuschwanstein ist das berühmteste Schloß, das König Ludwig II. von 1869 bis 1886 mit enormen finanziellen Mitteln oberhalb vom Schloß Hohenschwangau errichten ließ. Inspiriert von Wagner`s Opern Lohengrin und Tannhäuser beauftragte Ludwig II. den Theatermaler Christian Jank mit den Entwürfen nach seinen Vorstellungen. Schloss Neuschwanstein liegt auf einer Anhöhe oberhalb von Schloss Hohenschwangau, umgeben von grünen Wiesen und Wäldern, den bayerischen Alpen und dem Alpsee. König Ludwig II. lebte nur wenige Monate im Schloss Neuschwanstein und verstarb noch vor der Fertigstellung der Anlage. Neuschwanstein wurde ursprünglich als Neue Burg Hohenschwangau bezeichnet, seinen heutigen Namen trägt es erst seit 1886. Heutiger Eigentümer ist der Freistaat Bayern. Das oftmals als Märchenschloss bezeichnete Neuschwanstein kann nahezu das ganze Jahr besichtigt werden. Architektur und Innenausstattung sind vom romantischen Eklektizismus des 19. Jahrhunderts geprägt, das Schloss selbst gilt als ein Hauptwerk des Historismus. Für einen Besuch des Schloss Neuschwansteins sollte man mindestens 1 Tag einplanen und früh beginnen, damit das Warten an den Kartenschaltern nicht übergebührlich lang ausfällt.

Schloß Hohenschwangau

Schloß Hohenschwangau

Schloß Hohenschwangau

Schloss Hohenschwangau liegt direkt gegenüber und etwas unterhalb vom Schloss Neuschwanstein im Ortsteil Hohenschwangau und war die Kinderstube von Ludwig II. Entdeckt hatte es 1832 der damalige Kronprinz Maximilian II. während einer Wanderung in den Allgäuer Alpen, damals eine völlig verwahrloste Ritterburg. Bis 1873 ließ Maximilian II. die allte Ritterburg Schwangau zu einem königlichen Schloss restaurieren und neu aufbauen. Schloss Hohenschwangau diente der königlichen Familie der Wittelsbacher als Sommeresidenz. Schloß Hohenschwangau ist vor allem für Kunsthistoriker ein beliebtes Reiseziel, da sich hier noch ca. 90 sehr berühmte Wandgemälde der königlichen Familie befinden. Auch das ehemalige Schlafzimmer von Königin Maire, Mutter von Ludwig II., ist noch vollständig erhalten und im Original zu sehen.

Schloss Herrenchiemsee

Das Neue Schloss Herrenchiemsee befindet sich auf der Insel Herrenchiemsee im Chiemsee und wurde von 1878 bis 1886 ebenfalls von König Ludwig II. erbaut. Vorbild war das Schloss Versailles des französischen Königs Louis XIV. Schloss Herrenchiemsee war das letzte große Projekt von König Ludwig II., das nach den Plänen von Georg Dollmann entstand. Obwohl das Schloß Herrenchiemsee nie wirklich fertig gestellt wurde und nach dem Willen seines Erbauers nur privaten Zwecken dienen sollte, entwickelte es sich nach dem Tod von König Ludwig II. schnell zum Publikumsmagneten in Bayern. Während der Errichtung sind dem König die finanziellen Mittel ausgegangen und noch vor Fertigstellung ist König Ludwig II. auf mysteriöse Art und Weise im Starnberger See ertrunken. Besonders die Spiegelgalerie ist einzigartig und pompös ausgefallen und sicherlich eine der Attraktionen im Schloß Herrenchiemsee. Lohnenswert ist auch das König Ludwig II. Museum, das sich ganz der Geschichte und der Person von König Ludwig II. widmet.

Schloss Linderhof

Schloss Linderhof

Schloss Linderhof

Schloß Linderhof ist das kleinste der Schlösser von König Ludwig II. und wird auch als „Königliche Villa“ genannt, gelegen im Graswangtal bei Oberammergau im südlichen Oberbayern. Schloss Linderhof wurde von 1869 bis 1886 errichtet, ebenfalls nach den sehr konkreten Vorstellungen von König Ludwig II. und es war das Lieblingsschloss des sogenannten Märchenkönigs, in dem er sich auch am häufigsten aufhielt. Auch im Schloß Linderhof kann man die Vorliebe von König Ludwig II. für den französischen Barock erkennen. Obwohl als private Villa konzipiert, gibt es im Schloß Linderhof sehr extravagante Räume, z.B. das Tapetenzimmer oder die Spiegelgalerie. Sehenswert ist auch der französische Garten mit Springbrunnen und Kaskade. Die Venusgrotte ließ sich Ludwig in Anlehnung an Wagner`s Tannhäuser anlegen als sein individueller Wagner-Raum mit königlichem Muschelkahn. Im Marrokanischen Haus ließ er sich Datteltörtchen und Veilchenbowle servieren.

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