Donaudurchbruch und Kloster Weltenburg

Donaudurchbruch und Kloster Weltenburg

Der Donaudurchbruch zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg wurde bereits im Jahre 1840 unter König Ludwig I. als schützenswertes Naturgebiet ausgewiesen und erhielt 1978 das Europadiplom. Weiterlesen

Bayerischer Wald

Der Bayerische Wald befindet sich im Osten von Bayern an der Grenze zu Tschechien und bildet zusammen mit dem Oberpfälzer Wald, Neuburger Wald und Böhmerwald in Tschechien das größte zusammenhängende Waldgebiet in Europa.

Der Bayerische Wald und insbesondere der Nationalpark Bayerischer Wald ist Heimat vieler Tier- und Pflanzenarten, von denen einige schon unter strengem Natur- und Artenschutz stehen, weil sie andernorts schon ausgestorben sind. Der Bayerische Wald ist damit ein einzigartiges Natur- und Tierreservat mit teilweise unberührter Landschaft.

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist Vorbild und Vorreiter in Sachen Umwelt-, Tier- und Artenschutz in Europa und befindet sich entlang der tschechischen Grenze. In seinem Zentrum ist er einem Urwald gleich und quasi sich selbst überlassen, selbst bei großflächigem Borkenkäferbefall. Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde schon 1970 gegründet und 1997 auf 24.000 Hektar erweitert. Zusammen mit dem benachbarten Nationalpark Šumava in Tschechien befindet sich hier das größte Naturschutzgebiet in Europa, von denen es selbst auf der ganzen Welt nur wenige gibt. Es ist eine Oase für seltene Pflanzen und Tiere, die hier noch den notwenigen Rückzugsraum finden.

Im Nationalpark befinden sich die bedeutendsten Berggipfel des Bayerischen Walds, darunter der Große Falkenstein (1305 m), der Lusen (1373 m) und der Große Rachel (1453 m). Einzigartig sind auch die Hochmoore mit ihren Moorseen und ehemalige Hochweiden, die sich im Böhmerwald noch weiter ausbreiten. Mit seinen selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten ist der Nationalpark Bayerischer Wald vor allem bei naturverbundenen Urlaubern und Touristen sehr beliebt und belebt somit den Tourismus in der ansonsten eher strukturschwachen Region des Bayerischen Waldes. Bestens ausgestattete Informationszentren finden sich mit dem Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau und dem Haus der Wildnis in Ludwigsthal. Der Nationalpark Bayerischer Wald darf jedoch nicht verwechselt werden mit dem Naturpark Bayerischer Wald, der sich nördlich der Donau bis zur Grenze nach Tschechien erstreckt.

Der Bayerische Wald ist jedoch nicht nur unberührte Natur, sondern auch ein Eldorado für Wanderer, Biker und Kletterer und das sogar vom Frühling bis zum Herbst. Im Winter übernehmen dann die Wintersportler die Skigebiete rund um den Großen Arber und die anderen Skiregionen. Ganz allgemein können sich die Hotels, Gasthäuser und Pensionen das ganze Jahr über Gäste im Bayerischen Wald freuden, die hier vor allem aktive Erholung suchen. Sehr preisgünstig sind hier – unabhängig von der Jahreszeit – die Wellnesshotels.

Romantische Strasse

Romantische Strasse

Die Romantische Straße von Würzburg in Franken bis Füssen im bayerischen Allgäu ist eine der längsten und beliebtesten Ferienstraßen Deutschlands und angesichts zahlreicher weltberühmter Sehenswürdigkeiten auch im Ausland sehr bekannt.

Die Romantische Strasse ist knapp 400 Kilometer lang und verläuft von Würzbürg im Westen von Franken bis nach Füssen im bayerischen Allgäu. Ursprünglich sollte die beliebte Ferienstrasse durch den Süden Deutschlands “Romantische Straße für verliebte Paare” heißen, was jedoch allen etwas zu lang erschien. Die Romantische Strasse ist eins der weltweit bekannten Aushängeschilder Deutschlands und Vorbild für “Romantische Strassen” in Japan (1982), Brasilien (1998) und Südkorea (2009). In 2010 feiert die Romantische Strasse in Deutschland 60-jähriges Jubiläum.

Einer der Beweggründe für die Errichtung einer Ferienstrasse durch den Süden Deutschlands im Jahre 1950 war der Wunsch, der Welt nach Ende des 2. Weltkriegs ein anderes Bild von Deutschland zu vermitteln.

Wichtige Stationen der Romantischen Strasse sind die Städte Würzburg, Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Nördlingen, Donauwörth, Augsburg, Friedberg und Landsberg am Lech. Landschaftlich werden die Regionen Taubertal, das Nördlinger Ries, der Lechrain und die gesamte Voralpenlandschaft zwischen Landsberg am Lech und Füssen durchlaufen. Besonders sehenswert sind die Würzburger Residenz, die mittelalterlichen Stadtzentren von Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl und Landsberg am Lech, die Fuggerei Augsburg, die Wieskirche und als besonderes Highlight das von König Ludwig II. erbaute Schloss Neuschwanstein bei Füssen.

Zur Erkundung der Romantischen Strasse sollte man sich mindestens 1 Woche Zeit nehmen, da eine Menge der schönsten Sehenswürdigkeiten von Bayern auf dem Programm stehen.

Klosterbrauereien

Klosterbrauereien

Eine der letzten aktiven Klosterbrauereien in Bayern gehören zu den ältesten Brauereien der Welt, die heute noch Bier nach Bayerischem Reinheitsgebot herstellen. In den Klöstern Bayerns begann die Geschichte der Braukunst, wie wir sie heute kennen.

Klosterbrauereien in Bayern | Andechser Klosterbrauerei | Ettaler Klosterbrauerei | Klosterbrauerei Weltenburg | Klosterbrauerei Scheyern | Klosterbrauerei Reutberg | Klosterbrauerei Kreuzberg | Klosterbräuhaus Ursberg

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Das Kloster Andechs im Fünf-Seen-Land

Klosterbrauereien in Bayern

Vor über 1.300 Jahren begannen die ersten Klosterbrauereien in Bayern mit der Produktion von Bier und Mönche aus den verschiedenen Orden waren diejenigen, die in ihren Klosterbrauereien das Brauen von Bier immer weiterentwickelt haben. Die Braumeister der Klosterbrauereien setzten beim Bierbrauen erstmals Hopfen als Würze ein, wodurch das Bier auch länger haltbar wurde und sein typisch bitteres Aroma erhielt. Kräuter wie Efeu oder Rosmarin wurden aus den Klosterbrauereien verbannt, lange vor dem Erlaß des Reinheitsgebots. Dies geschah nicht nur wegen der schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit der Mönche, die ihr Bier größtenteils selbst tranken. Bier hatte im frühen Mittelalter vor allem für die Mönche seine Bedeutung als nahrhaftes und gesundes Lebensmittel, vor allem während der Fastenzeit im Kloster. Das wohl bekannteste “Fastenbier” ist der Salvator aus der ehemaligen Paulaner Klosterbrauerei in München. So gesehen waren die Klosterbrauereien meist die Trendsetter, wenn es ums Bierbrauen ging. Heute gibt es noch 8 Klosterbrauereien, von denen sich die bekanntesten in Weltenburg, Andechs oder Ettal befinden. Die in 1050 gegründete Klosterbrauerei Weltenburg gehört heute sogar weltweit zu den ältesten bestehenden Unternehmen.

Klosterbrauerei Andechs

Kloster Andechs auf dem heiligen BergDas Kloster Andechs befindet sich im Fünfseenland zwischen Starnberger See und Ammersee und ist vor allem wegen seiner Klosterbrauerei weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. Im Kloster Andechs wurde schon seit dem Mittelalter (urkundlich nachgewiesen seit 1455) Bier gebraut und die Klosterbrauerei Andechs ist die einzige in Deutschland, die das ganze Jahr zwei Bockbiere braut. Sowohl der Andechser Bergbock Hell als auch der Andechser Doppelbock Dunkel sind ausgesprochen lecker und süffig, aber auch recht stark, so dass schon mancher Besucher des Kloster Andechs Probleme hatte, den Heiligen Berg wieder hinab zu steigen. Die Klosterbraurei wurde 1972 auf den modernsten Stand gebracht und besitzt einen modernen Fass- und Flaschenkeller sowie ein neues Sudhaus mit Gär- und Lagerkeller am Fuß des Heiligen Berges. Der jährliche Bierausstoß der Klosterbrauerei beträgt über 100.000 Hektoliter, von denen nur 5% im Bräustüberl und im Klostergasthof ausgeschenkt werden.

Ettaler Klosterbrauerei

Ettaler KlosterbrauereiDas Kloster Ettal zwischen Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau braut nicht nur Bier vor Ort, sondern betreibt neben einigen landwirtschaftlichen Betrieben auch mehrere Gasthöfe, einen Kunstverlag und eine ausgezeichnete Destillerie. Während die Gründung des Klosters Ettal schon am 28. April 1330 durch Kaiser Ludwig IV. dem Bayern erfolgte, wurde die Klosterbrauerei erst 1609 von Oberammergau nach Ettal verlegt. Das offizielle Braurecht folgte am 11. April 1618, ausgestellt vom Fürsten Maximilian Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Ober- und Niederbayern.

 Wie viele andere kirchlichen Einrichtungen war auch das Kloster Ettal samt den dazugehörigen Betrieben Opfer der Säkularisation in Bayern, die erst verstaatlicht und anschließend an den Meistbietenden verkauft wurden. Nach einigen Zwischenstationen gelangte die Ettaler Klosterbrauerei 1899 an das Kloster Scheyern unter der Leitung von Abt Rupert III. Metzenleitner. Am 6. August 1900 übernahmen die Mönche des Kloster Ettals wieder die Leitung der Klosterbrauerei und machten aus dieser wieder einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor des Klosters und der gesamten Region rund um Ettal. Der Vertrieb der Ettaler Klosterbiere geht heute weit über Oberbayern hinaus bis nach Helsinki, Frankreich und Italien. 1907 erlangte das Kloster Ettal wieder seine volle Selbständigkeit als Abtei, so dass die Mönche des Benediktinerordens im Kloster Ettal wieder frei nach ihren Vorstellungen arbeiten und handeln konnten.

Klosterbrauerei Weltenburg

Das Kloster Weltenburg gehört dem Orden der Benediktiner an und befindet sich Kelheim an der Donau oberhalb des Donaudurchbruchs.

Klosterbrauerei Scheyern

Das Kloster Scheyern gehört ebenfalls dem Orden der Benediktiner an und befindet sich in Scheyern im Erzbistum von München und Freising. Das Kloster Scheyern ist in der ehemaligen Burg von Scheyern untergebracht, die dort schon 1119 mit der Bierproduktion begannen. Die Klosterbrauerei Scheyern ist damit eine der ältesten Brauereien Bayerns, jedoch unterbrochen durch eine Phase, als die Brauerei an einen Augsburger Unternehmer verpachtet wurde. Seit 2006 brauen die Benediktiner in Scheyern wieder ihr eigenes Klosterbier, das in erster Linie für den lokalen Bereich – also die Klosterschänke, örtliche Gaststätten und den eigenen Getränkemarkt- gebraut wird.

Klosterbrauerei Reutberg

Kloster ReutbergDas Kloster Reutberg gehört dem Orden der Terziarinnen der Franziskaner-Reformaten und befindet sich in Sachsenkam in der Diözese von München und Freising. Die Gründung der Klosterbrauerei Reutberg erfolgte am 23. Oktober 1924 als Genossenschaft zwischen der seit 1677 bestehenden Klosterbrauerei der Franziskanerinnen und Bauern aus Sachsenkam und Reichersbeuern.

Klosterbraurei Kreuzberg

Das 1692 gegründete Kloster Kreuzberg gehört dem Orden der Franziskaner an und befindet sich in der Stadt Bischofsheim in Unterfranken in der Diözese Würzburg, genauer gesagt auf dem 928 m hohen Kreuzberg in der Rhön. Mit etwa 500.000 bis 600.000 Besuchern pro Jahr gehört das Kloster Kreuzberg zu den Hauptattraktionen und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in der Rhön. Die Klosterbrauerei Kreuzberg wurde 1731 dem Kloster angegliedert und befindet sich bis heute im Besitz der Bayerischen Franziskaner. Der jährliche Ausstoß  beträgt rund 8.500 hl und wird fast ausschließlich auf Fässer abgefüllt, von denen die meisten in die Klosterschänke ausgeschenkt werden. Ein kleiner Teil des Bieraustoß wird in 5- bis 50-Liter Fässern an Liebhaber verkauft.

Klosterbräuhaus Ursberg

Das Kloster Ursberg rechnet heute zur franziskanischen Sankt-Josef-Kongregation in Ursberg und befindet sich zwischen Thannhausen und Krumbach im Landkreis Günzburg in der Diözese Augsburg. Bereits 1623 erbaute das Kloster Ursberg eine eigene Braustelle, wo bis heute wird nach alten Rezepten traditionell mit Wasser aus dem eigenen Brunnen und Malz aus der eigenen Mälzerei Bier gebraut wird.

Typisch bayerisch

Typisch bayerisch

Es gibt viele Dinge, die typisch bayerisch sind und über die in Zukunft hier berichtet wird. “Typisch Bayerisch” wird im modernen Magazinstil erscheinen, mit vielen Bildern, Empfehlungen und Texten. Weiterlesen

Ökostrom in München

Ökostrom in München

Die Stadtwerke München (SWM) wollen bis 2015 so viel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren, dass damit alle rund 800.000 Münchner Privathaushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden können. Dem noch nicht genug, bis 2025 wollen die Stadtwerke München so viel grünen Strom aus eigenen Anlagen erzeugen, dass der gesamte Strombedarf in München mit 7,5 Milliarden Kilowattstunden durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Weiterlesen