Rund um den Starnberger See

Der Starnberger See gehört neben Tegernsee und Ammersee zu den beliebtesten Naherholungsgebieten im südlichen Oberbayern und ist einer der größten Seen in Deutschland. Gemeinsam mit Ammersee, Wörthsee, Wesslingersee und Pilsensee bildet der Starnberger See das Fünfseenland südlich von München.

Schön König Ludwig II. und Kaiserin Sissi schätzten die Postkartenlandschaft aus sanften Hügeln, Seen und blauem Himmel zum Erholen. Der Starnberger See – auch oft als „Münchner Badewanne“ bezeichnet – liegt rund 25 Minuten entfernt von München und schlängelt sich von Starnberg im Norden lang und schmal durch die hügelige Fünf-Seen-Landschaft bis Seeshaupt im Süden. Nach dem Chiemsee ist der Starnberger See der zweitgrößte See in Bayern und einer der größten Seen in Deutschland. Aufgrund seiner enormen Tiefe ist er sogar gemessen am Wasservolumen Nr. 2 in Deutschland. Da das Ufer für Autos weitgehend gesperrt und auch größtenteils mit Villen bebaut ist, lohnt sich eine Rundfahrt um den See mit den Dampfern der Starnberger Schiffahrtsgesellschaft. Ebenso attraktiv, aber etwas anspruchsvoller ist eine Rundfahrt um den See mit dem Fahrrad. Umso lohnenswerter ist eine Pause zum Baden und Entspannen an den unzähligen Badestellen. Während einer Tour rund um den Starnberger See kommt man auch an dem schlichten Holzkreuz in Berg vorbei, das an den tragischen Tod König Ludwig`s II. in 1886 erinnert. Nach wie vor ranken sich Gerüchte um das vermeintliche Ertrinken des Königs zusammen mit seinem Arzt Dr. von Gudden.



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Rund um den Starnberger See befinden sich die Gemeinden Starnberg, Berg, Münsing, Seeshaupt, Bernried, Tutzing, Feldafing und Pöcking. Starnberg selbst bildet die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Oberbayern und ist gleichzeitig der bekannteste Ausflugs- und Erholungsort am Starnberger See sowie beliebter Wohnort wohlhabender Bürger. Die Gemeinde Berg ist vor allem bekannt wegen ihrer prächtiger Villen und wegen des Schloss Berg, das Kurfürst Ferdinand Maria hier errichten ließ und bis heute im Familienbesitz der Wittelsbacher ist. König Ludwig II. nutzte das Schloss als Sommerresidenz und zum Empfang wichtiger Gäste, wie beispielsweise die Kaiserinnen von Russland und Österreich, die hier gerne zu Besuch waren. In der Gemeinde Münsing am Starnberger See befinden sich Schloss Seeburg, Schloss Ammerland und Schloss Weidenkam. Die Gemeinde Seeshaupt liegt in am Südende des Starnberger Sees und trennt diesen von den Osterseen, die sich südlich von Seeshaupt befinden. Die Gemeinde Bernried am Starnberger See verdankt seine Bekanntheit vor allem dem Museum der Phantasie, das von Lothar Günther Buchheim hier im Jahre 2001 gegründet wurde. Das Buchheim-Museum beherbergt eine Sammlung namhafter Expressionisten mit Werken von Erich Heckel, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein, stellt aber auch Objekte der Völkerkunde aus, die Buchheim auf seinen Reisen gesammelt hat. Die Gemeinde Feldafing am Westufer des Starnberger Sees ist vor allem wegen seiner sehenswerten Villenkolonie aus dem 19. Jahrhundert bekannt, darunter vor allem die im Jugendstil erbaute Villa Carl oder die Villa Waldberta, heute Internationales Künstlerhaus der Stadt München. Sehenswert ist auch die Roseninsel, die als einzige Insel im Starnberger See 170 Meter vom Westufer entfernt in der Feldafinger Bucht liegt. Einziger Bewohner der Roseninsel ist der Gärtner, der ganzjährig auf der Insel wohnt. Sehr berühmt ist auch der 18-Loch-Golfplatz direkt am See-Ufer, der zu den schönsten Golfplätzen in Europa zählt.

Starnberger See

Starnberger See

Aufgrund des großen Wasservolumens ist der Starnberger See einer der saubersten Seen in Bayern. Der See verfügt jedoch über sehr wenige und wasserarme Zuflüsse, so dass es rund 21 Jahre dauert, bis der See sein Wasser einmal komplett austauscht hat. Umso wichtiger war die Errichtung einer Ringkanalisation in den 1960er Jahren. Einen wunderschönen Ausblick über den Starnberger See hat man von der Ilkahöhe, die sich am Westufer erhebt.


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