Kehlsteinhaus in Berchtesgaden

Das Kehlsteinhaus ist eines der beliebtesten Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten im Berchtesgadener Land. An historisch bedeutender Stelle öffnet sich vor dem Besucher auf dem Kehlstein ein faszinierendes Panorama, das bei guter Sicht bis zu 200 km reicht.

Geschichte zum Kehlsteinhaus

kehlsteinhausWegen seiner Entstehung und Vergangenheit ist das Kehlsteinhaus in Berchtesgaden ist fest verbunden mit der NSDAP, die noch vor dem 2. Weltkrieg damit begann, große Grundstücksareale rund um den Obersalzberg im Berchtesgadener Land aufzukaufen oder auf anderen Wegen zu erwerben. Anschließend wurde das Gebiet bis hinauf zum Kehlsteingipfel zum Führersperrgebiet erklärt. Das Kehlsteinhaus selbst war das aufwändigste Bauprojekt im Rahmen der Umgestaltung des Obersalzbergs und ist nach den Plänen des Architekten Roderich Fick entstanden. Nach der Fertigstellung im Sommer 1938 vermachte es die NSDAP ihrem “Führer” zu dessen 50. Geburtstag am 20. April 1939 als Geschenk. In historischen Filmaufnahmen über Adolf Hitler und das Kehlsteinhaus ist er oft mit anderen politischen und militärischen Größen auf der großen Terasse zu sehen, aber auch mit seiner Geliebten Eva Braun. Angeblich hat er mit den engsten Vertrauten hier streng geheime Aktionen geplant, darunter auch den Angriff auf Polen. Aufgrunddessen erhielt das Kehlsteinhaus auch den Beinamen “Eagle`s Nest”, zu deutsch Adlerhorst. Während den 2. Weltkriegs war auch der Obersalzberg eines der Ziele der Alliierten, aber das Kehlsteinhaus selbst blieb vor den Bomben weitgehend unversehrt. Nachdem die amerikanischen und französischen Einheiten Anfang Mai das Führersperrgebiet am Obersalzberg besetzt hatten, gehört das Areal inzwischen zum Landkreis Berchtesgaden, der sich auch für die Erhaltung des Kehlsteinhauses sowohl substantiell als auch finanziell stark engagiert hat.

Historische Attraktion am Obersalzberg

Heute ist das Kehlsteinhaus knapp unterhalb des Kehlsteingipfels auf 1.820 Meter Höhe eine historisch bedeutende Attraktion für Touristen aus Bayern und aller Welt, zumal sich hier oben eine Berggaststätte mit Bierauschank (Hofbräu) befindet. Einmalig ist auch die Gebirgsstrasse vom Obersalzberg zum Kehlsteinparkplatz (nur befahrbar mit Bussen der Kehlsteinlinie), von wo man durch einen 124 Meter langen Tunnel zum “goldenen” Aufzug (kostenpflichtig) gelangt. So gelangt man barrierefrei in wenigen Sekunden mehr als 100 Meter nach oben direkt ins Innere des Kehlsteinhauses. Alternativ führt vom Parkplatz auch ein Wanderweg in vielen Serpentinen zum Haus hinauf.

Dokumentation Obersalzberg

An der Bushaltestelle Obersalzberg wurde 1999 ein Dokumentationszentrum eingerichtet, um den Touristen die Geschichte des Obersalzbergs als „Führersperrgebiet“ zu vermitteln.

Wanderung zum Kehlsteinhaus

Für geübte Wanderer ist das Kehlsteinhaus auch zu Fuß zu erreichen; entweder über einen herrlichen Wanderweg ab Parkplatz Scharitzkehl (Gehzeit ca. 3 Stunden) oder ab Parkplatz Ofnerboden an der Roßfeld Höhenringstrasse (Gehzeit ca. 2 Stunden).

Öffnungszeiten

Das Kehlsteinhaus ist von Mitte Mai bis Oktober geöffnet. An sonnigen Wochenenden muss man jedoch damit rechnen, dass der Ansturm der Touristen groß ist. Also Wartezeiten einplanen oder entsprechend früh anreisen, am besten vor 10.00 Uhr. Bei schlechter Witterung ist es auch möglich, dass kurzfristig geschlossen werden muss (Kehlsteinhaus, Tel.: +49-8652-2969).

Bildnachweis:

Kehlsteinhaus am Kehlsteingipfel von Florian S. (CC-BY-SA 3.0) via Wikimedia Commons

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