Isar

Die Isar ist nahezu das ganze Jahr ein wunderschönes und beliebtes Gewässer Bayerns, aber bei entsprechendem Wasserstand kann er sich auch zu einem reißenden Fluss mit etlichen Gefahren entwickeln.

Flußlauf | Naherholung | Hochwasserschutz | Pflanzen- und Tierwelt |

Mit Hund an der Isar in München

Mit Hund an der Isar in München

Verlauf der Isar

IsarDer Flußlauf der Isar führt unter anderen durch die Städte München, Freising und Landshut und mündet bei Deggendorf in die Donau. Historisch gesehen war die Isar sogar ursächlich für die Entstehung dieser Städte und deren Wirtschaftskraft. Ab dem 17. Jahrhundert diente sie in Verbindung mit der Donau als wichtiger Verkehrs- und Transportweg von Tirol bis nach Wien und Budapest. Der Fluß entwässert einen großen Teil der bayerischen Alpen sowie Teile des Karwendels in die Donau und somit bis ins Schwarze Meer. Im Durchschnitt fließt eine Wassermenge von 200 Kubikmeter pro Sekunde, wobei während der Schneeschmelze in den Alpen am meisten Wasser vorhanden ist. Mit etwa 295 km Länge ist sie einer der längsten Flüsse Bayerns hinter Donau, Inn und Main. Wichtige Nebenflüsse sind die Loisach und die Amper. Während der Ursprung im Tiroler Karwendelgebirge liegt, kommt der Fluß bei Scharnitz und Mittenwald nach Bayern herein. Bereits hier bei Mittenwald beginnt der natürliche Hochwasserschutz für die nachfolgenden Städte und Gemeinden Bayerns sowie die Energiegewinnung mittels Wasserkraft. Es folgt der Sylvensteinstausee, der für den Hochwasserschutz und die Regulierung des Wasserstands der Isar von wesentlicher Bedeutung ist.

Naherholung an der Isar

Die Isar ist nicht nur einer der wenigen Flüsse Europas, in denen man nahezu vorbehaltlos baden kann, sondern auch beliebtes Naherholungsgebiet in Ober- und Niederbayern. Infolge der Aufrüstung vieler Klärwerke entlang der oberen Isar konnte die Wasserqualität von Jahr zu Jahr erheblich verbessert werden, so daß der Fluß im Jahre 2005 offiziell zum Baden freigegeben werden konnte. München ist damit in die Liste der wenigen, schönen Großstädte Europas aufgerückt, die mit einem badetauglichen Fluß mitten im Stadtgebiet aufwarten können.

Hochwasserschutz entlang der Isar

Der Hochwasserschutz entlang der Isar beginnt bereits kurz nach Mittenwald mit einem kleineren Stausee und einer Ableitung für das Walchenseekraftwerk, gefolgt vom Sylvensteinstausee, wo die Isar ebenfalls zur Stromerzeugung eingesetzt wird. Auch in München wurde eine umfangreiche Renaturierung der Isar zum Zwecke des Hochwasserschutzes durchgeführt. Wichtigster Sinn und Zweck der Renaturierung war es, dem Fluß in der Stadt wieder mehr Raum zu geben. Wichtigster Bestandteil des Hochwasserschutzes entlang der Isar ist jedoch nach wie vor der künstliche Sylvensteinstausee, dessen Bedeutung zur Regulierung des Wasserstands nicht zu unterschätzen ist.

Pflanzen- und Tierwelt

Die Tierwelt in und an der Isar ist nach wie vor reichhaltig, in Teilen aber auch immer noch vor dem Aussterben bedroht. 1976 wurden an der Isar wieder Biber angesiedelt, die sich von da an bis nach München ausbreiteten. Auch der Eisvogel kann mit etwas Glück an der Isar beobachtet werden. Bei Anglern ist die Isar wegen seiner Artenvielfalt ebenfalls sehr beliebt. Hauptsächlich gibt es in der Isar Forellen und Barsche, sowie Koppen, Hecht, Nerfling, Rotauge, Rotfeder, Rutte, Schleie und Zander.

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