Hallertau

In der Hallertau (Holledau) befindet sich das größte Hopfen-Anbaugebiet der Welt, das rund 15.000 ha Anbaufläche umfasst und sich bis in den Regierungsbezirk Niederbayern erstreckt. Wo auch immer Bier gebraut wird, kommt Hopfen aus der Hallertau zum Einsatz.

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Hallertauer Hopfen

Hallertauer Hopfen

Hallertau

Die Hallertau (Holledau) ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und versorgt die kleinsten und größten Brauereien auf der ganzen Welt mit Hopfen. Die Region erstreckt sich über Ober- und Niederbayern und wird ganz grob von den Städten Ingolstadt, Kelheim, Landshut, Moosburg, Freising und Schrobenhausen begrenzt.

Hopfen

HopfenDie gesamten Hopfenanbaugebiete Deutschlands erzeugen rund 35% des weltweiten Bedarfs an Hopfen, wobei die Hallertau mit 15.000 ha das weltweit größte zusammenhängende Anbaugebiet besitzt. Sowohl die kleinen als auch die größten Brauereien aus der ganzen Welt setzen beim Bierbrauen auf bayerischen Hopfen aus der Hallertau. Weitere große Hopfenanbaugebiete befinden sich in den USA in den Bundesstaaten Washington, Oregon und Idaho mit einer Gesamtfläche von rund 12.500 ha, gefolgt von Tschechien mit einer Anbaufläche von rund 5.500 ha. In Tschechien wird vor allem Saazer Hopfen angebaut, der dem Pilsener seinen eigentümlichen Geschmack verleiht. Einen eindrucksvollen Eindruck von der Größe und des Umfangs der Anbauflächen in der Hallertau erhält man während der Fahrt auf der Autobahn von München nach Regensburg, wenn sich links und rechts Auwälder mit den Hopfenanbaugebieten abwechseln. Während es Hunderte verschiedener Hopfensorten gibt, werden beim Bierbrauen nur die Aromasorten (z.B. Hallertauer Mittelfrüher, Hersbrucker Spät, Spalter) und Bittersorten (z.B. Nugget, Northern Brewer, Target, Herkules, Taurus, Merkur) eingesetzt. Während die Bitterstoffe bei den Aromasorten geringer sind, ist der Anteil an aromatischen Inhaltsstoffen wie Polyphenol und ätherischen Ölen deutlich höher. Daneben findet Hopfen wegen seiner beruhigenden und entzündungshemmenden Wirkung auch Verwendung in medizinischen Produkten. Die heilende Wirkung des Hopfens ist bereits seit Jahrhunderten bekannt. Eine der ersten war Hildegard von Bingen, die die heilende Wirkung von Hopfen schon im Jahre 1153 beschrieb.

Deutsches Hopfenmuseum

Wer noch mehr über die Hallertau, Hopfenanbau und -ernte wissen will, findet in Wolnzach – also quasi inmitten der Hallertau – das weltweit einmalige Hopfenmuseum, das von der Botanik bis zum Bierbrauen, vom Anbau bis zum Hopfenhandel, von der Geschichte bis zur Gegenwart alle wissenswerte Infos über den Hopfen bereithält. Neben der Erlebnisausstellung auf über 1.000 qm bietet das Hopfenmuseum auch ungewöhnliche Biergenuß-Seminare an, um das Erzeugnis aus Hopfen und Malz völlig neu zu erleben. Das Jahresprogramm bietet Seminare, Vorträge und Kultur für jedes Alter und Interesse an.

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