Donaudurchbruch und Kloster Weltenburg

Der Donaudurchbruch zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg wurde bereits im Jahre 1840 unter König Ludwig I. als schützenswertes Naturgebiet ausgewiesen und erhielt 1978 das Europadiplom.

Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg

Der 5,5 km lange Donaudurchbruch zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg ist zweifellos eine der schönsten Landschaften Bayerns. Schon König Ludwig I. erkannte die unvergleichliche Schönheit dieses Abschnitts der bayerischen Donau am nahe gelegenen Kloster Weltenburg und ließ diesen bereits 1840 als Naturdenkmal unter besonderen Schutz stellen. Es folgte 1938 die Ausweisung als Naturschutzgebiet und 1978 der Erhalt des Europadiploms. Wer nicht selbst über ein Schlauchboot oder ein Kajak verfügt, ist auf eines der Schiffe angewiesen, die täglich zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg auf der Donau verkehren, um sich von dieser einmaligen Naturlandschaft ein Bild zu machen. Die Schiffe fahren dabei zwischen rund 80 Meter hohen Felswänden hindurch, die hier links und rechts der Donau aufsteigen und zahlreiche imposante Felsformationen beinhalten. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit, das enge Tal entlang des Donaudurchbruchs auf einem Wanderweg zu Fuß zu erkunden.

Kloster Weltenburg an der Donau

Kloster Weltenburg an der Donau

Die Fahrt mit dem Schiff von Kelheim bis zum Kloster Weltenburg dauert rund 40 Minuten und lässt einen die Zeit vergessen. Enten, kleine Wasservögel und die einsamen Strände am Ufer laden einen regelrecht zum Träumen ein und ehe man sich versieht, ist die Schifffahrt auch schon wieder vorbei. Unterwegs werden einem die zahlreichen Felsformationen namentlich vorgestellt und man lernt z.B. Peter & Paul, Napoleon`s Reisekoffer, das Bienenhaus, die drei versteinerten Brüder oder die versteinerte Jungfrau kennen.

Befreiungshalle Kelheim

Schon die Befreiungshalle oberhalb von Kelheim auf dem Michelsberg lässt erahnen, welche Naturschönheiten während der Fahrt durch den Donaudurchbruch noch warten. Die Befreiungshalle wurde in den Jahren 1842 bis 1863 von König Ludwig I. zur Erinnerung an die Befreiungskämpfe gegen Napoleon im Jahre 1813 auf dem Michelsberg zwischen Donau und Altmühl gebaut. Die Donau ist mit mehr als 2.850 Kilometer Länge der zweitlängste Strom in Europa und der einzige Fluss, der von Westen nach Osten fließt. Hat man die engste Stelle des Donaudurchbruchs passiert, sieht man auch schon von weitem das Kloster Weltenburg am Ufer liegen. Das Kloster Weltenburg wurde bereits um das Jahr 617 gegründet und gilt heute als ältestes Kloster der Welt. Auch das Kloster Weltenburg wurde Opfer der Säkularisation in Bayern im Jahre 1803, wurde jedoch am 25. August 1842 als Priorat des Klosters Metten wieder errichtet. Besonders beliebt ist das wohlschmeckende Klosterbier aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt, insbesondere das Weltenburger Kloster Barock Dunkel und der süffige Asambock, der zu den besten bayerischen Starkbieren zählt.

Deckenfresko der Klosterkirche Weltenburg

Deckenfresko der Klosterkirche Weltenburg

Das Kloster Weltenburg musste im Laufe seiner Geschichte schon mehrmals die zerstörerische Kraft der Donau erleiden und am Ende des Klostergebäudes kann man die eingeritzte Linie des Jahrhunderthochwassers von 1999 erkennen, das nahezu das gesamte untere Drittel des Klosters unter Wasser setzte.


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