Der Ammersee und Kloster Andechs

Der Ammersee bildet zusammen mit dem Starnberger See und den drei kleineren Seen Wörthsee, Pilsensee und Wesslinger See das Fünf-Seen-Land im Regierungsbezirk Oberbayern und ist nach dem Chiemsee und dem Starnberger See der drittgrößte See in Bayern.

Ammersee

Surfen und Segeln auf dem Ammersee

Ammersee

Segelboote auf dem AmmerseeDer Ammersee ist wie die meisten anderen bayerischen Seen Eigentum des Freistaates Bayern, für dessen Verwaltung die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen zuständig ist. Er hat eine Fläche von rund 47 qkm und eine maximale Tiefe von etwa 80 Metern. Im Volksmund wird der Ammersee vereinzelt auch Bauernsee genannt, weil hier keine Könige oder Adel in Prunkschiffen über den See fuhren und der See in ein typisch bayerisches und bäuerlich geprägtes Kulturland eingebettet ist. Da der See im Süden durch die Ammer aus den Ammergauer Alpen bewässert wird, bleibt er auch im Sommer angenehm frisch. Der Abfluss erfolgt über die Amper im Norden. Rund um den Ammersee befinden sich die Landkreise Landsberg am Lech, Starnberg und Weilheim-Schongau. Die bekanntesten Gemeinden sind Dießen am Ammersee, Schondorf und Utting. Am Ostufer befindet sich das beliebte Herrsching, am Südufer die Gemeinde Fischen. Während heute der Tourismus eine weitere wichtige Einnahmenquelle darstellt, lebten die Einwohner der Gemeinden rund um den Ammersee vorwiegend von Landwirtschaft und Fischerei. Ganz anders als der Starnberger See ist der Ammersee weitgehend frei zugänglich und deutlich liberaler.

Andechs

Kloster Andechs auf dem heiligen BergDie Gemeinde Andechs mit dem gleichnamigen, berühmten Kloster befindet sich zwischen dem Starnberger See und dem Ammersee. Das Kloster Andechs auf dem Heiligen Berg ist neben Altötting nicht nur einer der ältesten Wallfahrtsorte Bayerns, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Radler und andere Gäste, die sich bei einem dunklen Andechser Doppelbock oder hellen Bergbock den irdischen Genüssen widmen wollen. Ursprünglich befand sich hier die Burg Andechs, die Herzog Ludwig der Strenge ab dem Jahr 1270 durch die Kirche von Andechs ersetzen ließ. Herzog Albrecht III. von Bayern gründete am 17. März 1455 das Benediktinerkloster Andechs, das jedoch im Rahmen der Säkularisation wieder aufgelöst werden musste. König Ludwig I. von Bayern stiftete das Kloster Andechs samt Andechser Klosterbrauerei im Jahre 1846 an die von ihm gegründete Benediktiner-Abtei St. Bonifaz in München, in deren Eigentum sich das Kloster heute noch befindet.

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