Fußball-Stadt München

München ist nicht erst seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland die Fußballstadt Nr. 1 in Deutschland. Jedoch besitzt die bayerische Landeshauptstadt erst seitdem ein angemessenes Fußball-Stadion, das nach dem weltweit bekannten Münchner Versicherungskonzern als Allianz-Arena benannt wurde. Entstanden ist das Fußball-Stadion nach dem Entwurf der Architekten Herzog & de Meuron, das es mit anderen großen Fußball-Stadien dieser Welt aufnehmen kann. Die Fußball-Stadt München hat damit neben dem FC Bayern München eine weitere Attraktion zu bieten.

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Ausblick vom Olympiaturm auf Allianz Arena in Fröttmaning von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Fußball in München

allianz-arena-2Lange Zeit ist der FC Bayern München mit dem Olympiastadion am Mittleren Ring unzufrieden gewesen, das seit der Olympischen Spiele 1972 schon sehr in die Jahre gekommen und auch nicht wirklich als Fußball-Stadion geplant war. Nachdem 1997 sowohl der FC Bayern München mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft und der TSV 1860 München mit der Teilnahme am UEFA Cup eine erfolgreiche Saison hinter sich gebracht haben, wurden die Rufe der Fans und der Funktionäre nach einem neuen und zeitgerechten Fußball-Stadion unüberhörbar. Die Stadtverwaltung von München hielt anfangs noch dagegen und bot einen Umbau des Olympiastadions an.

Bürgerentscheid für neues Fußball-Stadion

Nach langen Diskussionen zwischen den Funktionären des FC Bayern und des TSV 1860 München auf der einen Seite sowie der Stadtverwaltung München auf der anderen einigte man sich schließlich im März 1999 bei einem Treffen des Oberbürgermeisters Ude mit Franz Beckenbauer und Karl-Heinz Wildmoser auf einen Neubau außerhalb der Stadt. Die Neue Messe Riem galt zunächst als Favorit für den Standort. Danach rückte jedoch der Standort in Fröttmaning an der A 9 nach Nürnberg in den Vordergrund und wurde im Juli 2001 auch als Standort eines neuen Fußballstadions bestätigt. Es folgte im Oktober 2001 der Bürgerentscheid, in dem sich die Münchner ebenfalls für den Neubau des Fußballstadions in Fröttmaning entschieden.

Herzog & de Meuron Entwurf gewinnt

Nach Durchführung einer Ausschreibung für den Stadionneubau standen im Dezember 2001 zwei Entwürfe von den international anerkannten Architekten Herzog & de Meuron und des Architekten Meinhard von Gerkan in der engeren Auswahl. Die Entscheidung fiel im Februar 2002 dann für den Entwurf der Architekten Herzog & de Meuron, der inzwischen weltweite Anerkennung findet als bestes Beispiel einer modernen und funktionalen Architektur. Die Grundsteinlegung für die Allianz-Arena erfolgte am 21. Oktober 2002.

Schmiergeld-Skandal um Wildmoser

In 2004 gab es einigen Zündstoff wegen des Schmiergeldskandals um Karl-Heinz Wildmoser jun., der aufgrund dessen in letzter Instanz vom Bundesgerichtshof zu 4 1/2 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Lange Zeit war unklar, ob auch Karl-Heinz Wildmoser, dessen Vater, ehemaliger Präsident des TSV 1860 München und bekannter Festwirt auf dem Oktoberfest München, in den Schmiergeld-Skandal um den Bau des neuen Fußball-Stadions in München verwickelt war. Vor der endgültigen Entscheidung des BGH hatte Wildmoser noch auf eine mildere Strafe gehofft, da eine Befangenheit der Richterin Knöringer am Landgericht München im Raum stand.

Eröffnung der Allianz-Arena und Fußball-WM 2006

Die Eröffnung der Allianz Arena wurde im Mai 2005 mit einer gemeinsamen Mega-Veranstaltung des FC Bayern München und des TSV 1860 München gefeiert. Die Einweihung folgte mit dem 1. Spiel des TSV 1860 München gegen den 1 FC Nürnberg. Schon am 09. Juni 2006 startete die Fußball Weltmeisterschaft mit dem Eröffnungsspiel der deutschen Fußball Nationalmannschaft in der Allianz Arena.

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München, BMW und Allianz-Arena am Abend von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Der Zugang zur Allianz Arena erfolgt über die Esplanade, die das Stadion mit dem neuen U-Bahnhof Fröttmaning auf einem 543 Meter langen und 136 Meter breiten Grünstreifen verbindet. Unter der Esplanade befinden sich Ticketschalter, Fanshops und Parkplätze. Der öffentliche Nahverkehr wurde in Richtung Allianz Arena umfassend ausgebaut. Vom Marienplatz gelangt man mit der U 6 in rund 20 Minuten zum U-Bahnhof Fröttmaning und von dort eben über die Esplanade direkt zum Stadion. Auch das Straßennetz wurde rund um die Allianz Arena mit neuen Auf- und Abfahrten von der A 9 und der A 99 erweitert. Ein Parkleitsystem sorgt dafür, dass die Zuschauer mit dem Pkw möglichst reibungslos auf die 9.800 Stellplätze der Parkhäuser verteilt werden. Der Anschluß ans Stadion erfolgt auf der A 9 durch die neue Anschlußstelle Fröttmaning bzw. an der A 99 westlich des Autobahn-Kreuz München Nord.


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