Münchner Brauereien

Die Landeshauptstadt München, die großen Münchner Brauereien und die einzelnen Wiesnwirte haben aus dem Oktoberfest das größte Bierfest der Welt entwickelt, das inzwischen mehr als sechs Millionen Besucher pro Jahr zählt. Es beginnt traditionell mit dem Einzug der Münchner Brauereien und Wiesnwirte und dem anschließenden Fassanstich durch den Münchner Oberbürgermeister. Ehre wem Ehre gebührt. Diese Tradition begründete der bekannte und beliebte Oberbürgermeister Thomas Wimmer zu Beginn des Oktoberfests 1950 und das ist bis heute so geblieben.

Münchner Brauereien auf dem Oktoberfest

Augustiner | Hacker-Pschorr | Hofbräu | Löwenbräu | Paulaner | Spatenbräu |

Oktoberfest München

Augustiner

Augustiner FestzeltEin bei Münchnern sehr beliebtes Festzelt ist die Augustiner Festhalle. Für die meisten Münchner gilt das Bier aus der Müncher Augustiner Brauerei ohnehin als bestes Bier der Welt. Die Augustiner Festhalle gilt auch als das freundlichste Festzelt auf dem Oktoberfest, weil die Bedienungen ständig ein Lächeln auf den Lippen haben, auch wenn der Andrang im Bierzelt noch so groß ist. Nur in der Augustiner Festhalle und bei Fischer Vroni gibt es das Oktoberfestbier aus der Augustiner Brauerei noch stilecht aus den riesigen Holzfässern. Familien fühlen sich hier vor allem dann wohl, wenn an beiden Dienstagen auch im Festzelt Kindertag mit besonders günstigen Preisen ist. Augustiner ist in mehrer Hinsicht etwas Besonderes. Es ist die zugleich die älteste und die letzte der Münchner Brauereien auf dem Oktoberfest, die noch als Privatbrauerei bezeichnet werden darf. Alle anderen Münchner Brauereien sind bereits ganz oder teilweise in den Händen internationaler Bierkonzerne. Werbung für das Augustiner Bier muss man lange suchen und wird sie wohl nicht finden, allenfalls sehr dezent und in der typisch humorvollen Art.

„Mein Bier ist meine Werbung“,

pflegte Richard Wagner zu sagen, wenn er auf den Werbeverzicht angesprochen wurde. Daran haben auch seine Nachfolger aus der Familie Wagner festgehalten, deren Wurzeln auf Josef Wagner gründen, der die Augustiner Brauerei 1884 aufbaute. Nach dem Tod von Rudolf Wagner in 1981 wurde die Brauerei auf Edith Haberland (eine Cousine des Verstorbenen), die Familien von Trentini und die Familie Inselkammer aufgeteilt.


Augustiner Bräu auf dem Oktoberfest

Augustiner Bräu auf dem Oktoberfest in München

Hacker-Pschorr

Hacker FestzeltWer sich einmal wie im Himmel der Bayern fühlen will, geht ins urige Hacker-Festzelt. Unter der Regie von Oskarpreisträger Rolf Zehetbauer erhielt es eine malerische Innenkulisse mit schönem Musikpodium und einem blau-weißen Himmel, so dass man sich richtig wohl fühlt im „Himmel der Bayern“. Im Hacker Festzelt gibt es exklusiv das Hacker-Pschorr Oktoberfestbier, das mit einem runden malzaromatischen Geschmack und einer feinherben Stammwürze von 13,7% daherkommt. Die Münchner Brauerei Hacker-Pschorr beliefert neben dem Hacker Festzelt auch die Pschorr „Bräurosl“ mit dem süffigen Oktoberfestbier. Der Name der Bräurosl stammt von der Tochter des früheren Brauerei-Besitzers Pschorr und wird bereits in der achten Generation von der Familie Heide betrieben. Es herrschte Trauer in München, als die beiden Münchner Brauereien Hacker und Pschorr am 01.03.1972 miteinander verschmolzen wurden, obwohl dadurch wieder das zusammenwuchs, was schon seit der Hochzeit zwischen Joseph Pschorr und der Hacker-Tochter Therese Hacker zusammengehörte.

Hacker Festhalle

Der Himmel über Bayern im Hacker Festzelt auf dem Oktoberfest

Hofbräu

Hofbräu FestzeltEin weiteres weltberühmtes Highlight auf der Wiesn ist das Hofbräu Festzelt der Staatlichen Hofbräu Brauerei München, das zweitgrößte seiner Art auf der Wiesn. Im Inneren sind 12 Zentner Hopfen aus der Holledau aufgehängt, die zur Dekoration unter dem Dachhimmel des Festzelts angebracht werden. Die Gründung der Hofbräu Brauerei geht auf Herzog Wilhelm V. der Fromme von Bayern (1579 – 1597) zurück, der für seinen ausgeprägten Hang nach einem guten Bier und Beschützer des „einzig wahren“ katholischen Glaubens bekannt war. Das inzwischen weltberühmte Hofbräuhaus am Platzl entstand später auf Wirken des späteren Kurfürsten Maximilian I. und ist untrennbar mit dem Weißbier in Bayern verbunden. Auf dem Höhepunkt des „weißen Brauwesens“ in Bayern generierte Herzog Maximilian I. rund 30% der gesamten Einnahmen durch das Weißbiermonopol. Im Jahre 1852 schenkte König Maximilian II Joseph von Bayern die Brauerei samt Hofbräuhaus an den Bayerischen Staat, der sie bis heute als Staatliche Hofbräu Brauerei München fortführt und natürlich ein eigenes Oktoberfestbier braut.

hofbraeu-festzelt-aloisius

Der Münchner Aloisius im Hofbräu Festzelt

Löwenbräu

LöwenbräuAm Eingang des Löwenbräu Festzelt steht der berühmte Löwe mit einer Maß Oktoberfestbier in der Pfote, der alle paar Minuten stilecht „Löööööwenbräu“ in die Menge röhrt. Im Löwenbräu Festzelt treffen sich die Fans und Spieler des TSV 1860 München, den Münchner Löwen. Auf der Suche nach außerordentlicher Gastfreundschaft und Riesenstimmung wird man hier garantiert fündig, denn der Festwirt Ludwig Hagn ist der mit der längsten Dienstzeit und somit weiß er genau, was nötig ist, um richtig abfeiern zu können! Ausgeschenkt wird das Löwenbräu Oktoberfestbier aus der Münchner Löwenbräu AG, eine beliebte Spezialität auf der Wiesn, mit einem feinherb-würzigen Geschmack. Daneben gibt es Löwenbräu Oktoberfestbier auch im Schützenzelt zu Füßen der Bavaria. Das Schützen-Festzelt ist ein richtiges Münchner Zelt mit überwiegend Publikum aus dem bayerischen Oberland. Hier findet an 110 Schießständen das traditionelle Oktoberfestschießen statt. Löwenbräu gehört zwar zu den ältesten Münchner Brauereien, wurde aber als Teil der Spaten-Löwenbräu Gruppe 2003 an den belgischen Bierkonzern Interbrew verkauft, der inzwischen selbst Teil des Biermultis AB InBev wurde.

Paulaner

Spatenbräu

schottenhamel-festzeltDie Brauerei Spatenbräu ist nicht nur mit der Schottenhamel Festhalle auf der Wiesn vertreten, sondern gleich mit mehreren großen Festzelten, darunter auch die Ochsenbraterei. Spaten Bräu ist eine der traditionsreichsten und ältesten Münchner Brauereien auf dem Oktoberfest und dort sehr präsent. Erstmalige Erwähnung findet die Münchner Brauerei 1397 im Steuerbuch der Stadt und im Jahr 1622 fällt die Brauerei in die Hände der Familie Spatt, die letztendlich auch Namensgeber der Brauerei wird. 1807 erwirbt der königliche Hofbräumeister Gabriel Sedlmayr die Brauerei und begründet damit die Ära und langjährige Verbindung zwischen der Münchner Spaten Brauerei und der Familie Sedlmayr, die bis 2003 standgehalten hat. Heute gehört Spaten wie Löwenbräu zum belgischen Getränkekonzern AB Inbev NV. Das Spaten Oktoberfestbier ist recht süffig und malzbetont und hinterlässt eine leichte Hopfenbittere Blume. Die Stammwürze des Spaten Oktoberfestbieres liegt bei über 13,7% und der Alkoholgehalt bei 5,9%.

Slogan zu Spaten Bräu