Franz Hilmer, Brabham und die Formel 1

Die Namen Franz Hilmer und Brabham sind bei Motorsport-Fans nicht unbekannt und versetzten auch kurzzeitig die Formel-1 Szene in Aufruhr.

Franz Hilmer, Brabham und die Formel 1

Franz Hilmer aus Niederbayern möchte mit dem Team “Brabham” bei der Formel 1 starten und erregt damit gewaltiges Medieninteresse. Was steckt dahinter? Der 2-fache Formel 1- Weltmeister Jack Brabham startete von 1962 bis 1992 mit seinem eigenen Team “Brabham” in der Formel 1, verkaufte seine Chassis aber auch an andere Teams. Jack Brabham war Teamchef, Konstrukteur und Fahrer in einer Person, während sein Partner Tauranac als Chefdesigner und -ingenieur fungierte. Die Rennwagen des Brabham Teams begannen stets mit der Typenbezeichnung „BT“. 1966 gelang Jack Brabham auch der Erfolg bei der Formel 1 und er wurde Weltmeister. 1967 erzielte Denny Hulme den 2. Weltmeistertitel für das Team von Brabham. Nachdem Jack Brabham 1970 aus dem Team ausgetreten war und seine Anteile an seinen Partner Ron Tauranac verkauft hatte, ging das gesamte Team 1972 weiter an Bernie Ecclestone. Unter der Führung von Ecclestone gewann das Team Niki Lauda als Fahrer.

Niki Lauda at Zolder in Brabham BT46

Inzwischen wurde das Team jedoch in Parmalat Racing Team umbenannt und Brabham geriet zunächst in Vergessenheit, nicht jedoch bei Motorsport-Fans wie Franz Hilmer. Franz Hilmer ist Inhaber des bayerischen Automobil-Zuliefererbetriebs Formtech in Niederwinkling. Hilmer hat die Rechte an dem Namen Brabham Grand Prix aus der Insolvenzmasse des Super-Aguri-Rennstalls gekauft und möchte nun unter diesem Namen bei der nächsten F1- Saison teilnehmen. Das alles schmeckt der Familie Brabham jedoch garnicht, die dieses Ansinnen von Franz Hilmer vereiteln wollen. Bleibt Franz Hilmer mit seinem Plan erfolgreich, wäre das neben BMW Racing das 2. F1- Team aus Bayern bei der Formel 1.

Es ist sehr einfach, einen Antrag auf Teilnahme bei der Formel 1 zu stellen. Einfach das Antragsformular auf der offiziellen Webseite der FIA herunterladen und ausgefüllt an den Weltverband zurückschicken. Fertig! Am 1. November muss man dann jedoch Farbe bekennen und die Gebühr von 309.000 Euro bezahlen. Im Juni gibt dann der FIA-Präsident die offiziellen Teilnehmer bekannt. Jedenfalls wird die Formel 1 nicht sterben, weil es für jedes ausscheidende Team bereits mehrfach interessierten Ersatz gibt. Ein Name sticht heuer gewaltig aus der Liste der Bewerber.

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