Escada meldet Insolvenz an

Das Modeunternehmen Escada wurde 1976 von Margaretha und Wolfgang Ley in München gegründet, musste aber Ende 2009 Insolvenz anmelden. 

Gründung und Entwicklung

Escada war eines bekanntesten Mode-Unternehmen mit Sitz in Aschheim bei München, das vor allem im Luxussegment der Damenmode und Accessoires (Taschen, Schuhe, Kleinlederwaren) eine weltweit bekannte Marke war. Die Unternehmensgründung erfolgte 1976 durch Margaretha Ley und ihren Ehemann. Neben Hugo Boss galt Escada als bedeutendstes Mode-Unternehmen Deutschlands. In den erfolgreichen 1980er Jahren war Escada eine angesehene Marke in der Damenmode und bekleidete unzählige Stars und Sternchen.

Expansion in die Metropolen dieser Welt

Überall in den Metropolen dieser Welt hatte Escada Shops aufgebaut, natürlich meist in exklusiver Lage. Allein in Hong-Kong war Escada mit vier Shops vertreten. In Europa war Escada an allen High-Society-Standorten vertreten, insbesondere in den französischen Städten St. Tropez, Nizza, Cannes, Monaco und Paris. Auch in der Schweiz war das Modeunternehmen präsent, allen voran in St. Moritz und Zürich. In München befand sich der Shop an der edlen Theatinerstrasse, gleich neben dem Laden von Pelze Rieger, das sich den Palast am Isartor auch nicht mehr leisten konnte.

Niedergang der Marke Esacada

Der Niedergang begann in den 1990er Jahren mit dem Schritt an die Börse. Beflügelt durch den Erfolg der Modemarke in den 1980er Jahren wagten sich die Geschäftsführer der GmbH 1986 an die Börse. Schön wenig später war das Unternehmen als Aktiengesellschaft nur noch Spielball der Investoren und Opfer merkwürdiger Geschäfte. Es folgten zahlreiche Wechsel der Designer und Vorstände und irgendwann war eine klare Linie nicht mehr erkennbar. Letzteres ist jedoch gerade in der Modeszene enorm wichtig, weil sich die Kundinnen mit einer Marke und einem Gesicht identifizieren wollen. Das hat zuletzt gefehlt und sicherlich zur Krise des Unternehmens beigetragen.

Insolvenz der Escada AG

Ende 2009 musste der Vorstand der Escada AG schließlich den Gang zum Amtsgericht München antreten, um einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens einzureichen. Im November 2009 folgte die Veräußerung an eine Investmentgesellschaft von Megha Mittal, bekannt als Schwiegertochter des indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal. Danach hörte man nicht mehr viel von dem einstigen Vorzeigeunternehmen aus Aschheim bei München.

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