Bayerischer Film

Das Zentrum des bayerischen Films ist München, weil neben der Bavaria Filmstadt auch die Hochschule für Film und Fernsehen und die Produktionsfirma Constantin Film hier ihren Sitz haben, aber auch zahlreiche bekannte Regisseure ihre Heimat.

Bayerisches Hollywood

Die in Geiselgasteig gegründete Bavaria Filmstadt ist sozusagen das “bayerische Hollywood”, da hier nicht nur Filme fürs nationale Publikum entstanden sind, sondern auch weltweite Erfolge wie “Die unendliche Geschichte” oder der Weltkriegsfilm “Das Boot” nach dem Roman von Lothar-Günther Buchheim und unter der Regie von Wolfgang Petersen. Zahlreiche bekannte Regisseure nutzten die Filmstadt in Geiselgasteig, um ihre Filmklassiker zu drehen, u.a. Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Helmut Dietl, Marcus H. Rosenmüller, Joseph Vilsmaier, Michael “Bully Herbig”.

Die Bavaria Filmstadt in Geiselgasteig nahe München ist jedoch nicht nur für Produzenten, Regisseure und Schauspieler geöffnet, sondern auch für Besucher und Touristen, die ein Wochenende oder mehr in München verbringen. Angefangen haben die Führungen vor rund 30 Jahren mit der Ausstellung des U-Boots, in dem große Teile des Klassikers “Das Boot” gedreht wurden. Inzwischen ist auch das Bullyversum hinzugekommen, Deutschlands erste und einzigartige Film-Erlebniswelt, wo die Besucher eine interaktive Entdeckungsreise rund um den Regisseur, Schauspieler und Comedian Michael Bully Herbig erleben. Während der 90-minütigen Führung durch Bayerns einzige Filmstadt erfährt man alles über große Kinohighlights und spannende TV-Dauerbrenner, besucht Kulissenstraßen und Drehvillen. Eine weitere Attraktion bilden auch die Fabelwesen aus “Die unendliche Geschichte”, von denen der Glücksdrache Fuchur schon Kultstatus erreicht hat.

Hochschule für Film und Fernsehen

Die Hochschule für Film und Fernsehen in München (HFF) ist nicht nur eine deutsche Oscar-Schmiede, sondern auch eine der anerkanntesten Filmhoschulen der Welt. Inzwischen befindet sich die Hochschule im Münchner Museumsviertel auf dem ehemaligen Gelände des Südgebäudes der TU München, das gegenüber der Alten Pinakothek liegt und am 15. September 2011 eingeweiht wurde. Die Anschrift “Bernd-Eichinger-Platz 1” erinnert an den deutschen Filmproduzenten, Drehbuchautor und Filmregisseur Bernd Eichinger, der am 24. Januar 2011 in Los Angeles verstorben ist.

Einige Absolventen und Studenten der HFF München haben bereits Nominierungen für den Oscar oder selbigen erhalten, darunter Florian Gallenberger (Quiero ser), Caroline Link (Jenseits der Stille, Nirgendwo in Afrika), Luigi Falorni und Byambasuren Davaa (Die Geschichte vom weinenden Kamel), Florian Henckel von Donnersmarck (Das Leben der Anderen).

Filmfest München

Das Filmfest München im Juni ist das größte Sommer-Filmfestival in Deutschland und stellt einem großen Publikum Spielfilme, Dokumentarfilme, Kurzfilme sowie Fernsehfilme vor. Es dauert 9 Tage und ist mit rund 70.000 Besuchern pro Jahr vor allem ein Publikumsfest. Die Eröffnung erfolgt zwar im Mathäser-Filmpalast, aber das eigentliche Filmfestival spielt sich in den Kinos entlang der Isar (Filmmuseum, CinemaxX, Museum Lichtspiele, Gasteig und Rio Filmpalast) ab. Im Vergleich zu den anderen namhaften internationalen Film-Festivals kann München nicht mit den ganz großen Stars aufwarten, aber das macht es bei den Besuchern nicht weniger beliebt.

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