Allgäuer Brauhaus

Das Allgäu und insbesondere Kempten haben schon eine jahrhundertealte Tradition beim Bierbrauen und Biertrinken, die bis heute vom Allgäuer Brauhaus gepflegt wird. Ganz in dieser Tradition ist das Altenmünster Vollbier ein urig-würziges Bier in der Bügelverschlußflasche.

Das Allgäuer Brauhaus

Allgäuer BrauhausDas Allgäu ist bekannt für seine grüne Wiesen, sanften Hügel und das Schloß Neuschwanstein am Eingang zu den bayerischen Alpen, das zu den bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten Bayerns gehört. Das ganze Jahr strömen Urlauber in die Region rund um Kempten, die als größte Stadt im Allgäu das wirtschaftliche Zentrum bildet. Tradition und Brauchtum sind im Allgäu wichtige Werte, die nicht nur zu besonderen Anlässen gelebt werden. Das gilt auch für die Kunst des Bierbrauens. Bis zurück zu den Kelten geht die Tradition der Bierherstellung im Allgäu, die heute im wesentlichen von der Allgäuer Brauhaus AG geprägt wird. Die erstmalige Erwähnung einer Brauerei in Kempten findet sich in historischen Dokumenten von 1394, die von einer Stiftsbrauerei in Kempten berichten, wo die dortigen Klostermönche für die Pilger und natürlich für sich selbst Bier brauten. Etwas genauere Aufzeichnungen gibt es dann aus der Zeit ab 1675, als Fürstabt Bernhard Gustav von Baden-Durlach eine “Preuordnung für das Gebiet der Reichsabtei in Kempten” erließ. Mittels dieser Preuordnung legte der Fürstabt fest, dass die Wirte im gesamten Gebiet der Reichsabtei Bier aus der Stiftsbrauerei auszuschenken haben.

Sein Nachfolger Rupert von Bodmann ließ während seiner Amtszeit von 1678 bis 1728 neben der neuerbauten Stiftskirche St. Lorenz auch ein neues Stiftsbrauhaus errichten und begründete damit die Grundlagen für den Erfolg der Stiftsbrauerei. Auch das Weiße Brauhaus geht auf die Initiative des Rupert von Bodmann zurück, in dem 1680 erstmals in Kempten Hefeweißbier gebraut wurde. Und es geschah auch während der Amtszeit von Fürstabt Rupert von Bodman braute, dass 1712 der Stiftsbraumeister Augustin Schelling das erste Kemptner Bockbier braute, den heutigen Stifts-Weizenbock aus dem Allgäuer Brauhaus. Nach der Säkularisation in Bayern übernahm Braumeister Martin Leichtle 1802 die Stiftsbrauerei und führte sie ganz im Sinne seiner Vorgänger erfolgreich fort.

1921 wird die Stiftsbrauerei durch die Allgäuer Brauhaus AG übernommen, die 

1911 von August Weixler und August Schnitzler gegründet wurde. Dies war der Beginn einer außergewöhnlichen Wachstumsphase, währenddessen zahlreiche Kemptner und Allgäuer Brauereien unter das Dach der Allgäuer Brauhaus AG geführt wurden. Bis zum Ende des 2. Weltkriegs gehörten der Allgäuer Brauhaus AG alle vier noch verbliebenen Brauereien in Kempten. 

2002 ging der Konzentrationsprozess weiter mit Übernahme der Brauerei Altenmünster in Marktoberdorf.

So wie fast alle Münchner Brauereien von großen Getränkekonzernen einverleibt wurden, ereilte dieses Schicksal auch die Allgäuer Brauhaus AG, als sie 2002 nahezu vollständig in die Radeberger Gruppe integriert wurde. Zum preisgekrönten Sortiment der Brauerei gehören u.a. folgende Biersorten:

  • Altenmünster urig-würzig, ein helles Vollbier aus dem Allgäu, das ich gestern gekostet habe.
  • Urtyp Export, ein helles Exportbier mit 5,3% Alkoholgehalt.
  • Fürstabt Hefeweizen, das mild und trotzdem recht aromatisch schmeckt.
  • Teutsch Pils, ein herbes Pilsener mit 4,8% Alkoholgehalt.

Besonders auffällig ist das Altenmünster Vollbier urig-würzig, weil es – ganz im traditionellen Stil des Allgäus – in der Bügelverschlussflasche mit historischem Wappen als Verzierung vertrieben wird.

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