Alfons Schuhbeck

Alfons Schuhbeck ist durch und durch typisch bayerisch. Am Platzl inmitten der Altstadt von München hat man am ehesten die Chance, den berühmten Starkoch und Buchautor zu sehen und kennenzuerlernen. Hier hat er sich mit mehreren Restaurants, Geschäften und einer Kochschule verwirklicht.

Das Reich von Alfons Schuhbeck in München

Schubeck`s in den Südtiroler Stuben, Schuhbeck`s Bistro-Café, Orlando und Orlando Bar, Schubeck`s Eis, Schuhbeck`s Schokoladen und Schuhbeck`s Gewürzladen heißen die Restaurants und Geschäfte am Platzl in der Münchner Altstadt, die das Reich des Alfons Schuhbeck im Schatten des Hofbräuhaus abstecken. Nicht zu vergessen die Kochschule in den Platzlgassen. Manch einem ist die Präsenz des Alfons Schuhbeck am schönen Platzl zu viel, aber vielleicht dauert es nicht mehr lange, bis das Platzl in Alfons-Platzl umbenannt wird. Verdient hätte er es, weil sich das Platzl erst durch seine Präsenz zu dem entwickelt hat, was es heute ist. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder Andere an die Zeiten, als am Platzl noch sehr merkwürdige Gestalten unterwegs waren. Zu den zahlreichen Kochshows mit Alfons Schuhbeck kommen noch die Stapel Kochbücher, die er inzwischen schon veröffentlicht hat. Selbst das Oktoberfest bleibt nicht “verschont” von Schuhbeck, wo er 2008 erstmals in seinem kleinen Standl “Schuhbecks Wiesnburger” neben dem Hippodrom Fleischpflanzl- Burger in Gourmetqualität verkaufte.

Macht man das Fernsehen an, steht Schuhbeck am Kochherd bei “Lanz kocht” oder bei “Küchenschlacht”, im Radio hält er Vorträge über regionale Küche und gesundes Essen und abends sieht man ihn schon wieder in seinem Varieté “teatro”. Man könnte meinen, es gibt schon Klone von unserem Alfons. Warum sagt ihm nicht mal einer:

“Gut is, mach mal Pause oder besser: Gib den Leuten mal Pause.”

Geboren und aufgewachsen ist Alfons Schuhbeck am 2. Mai 1949 in Traunstein im oberbayerischen Chiemgau unter dem bürgerlichen Namen Alfons Karg. Auf Tour durch Bayern mit seiner Band „Die Scalas“ gab er auch in Waging am See ein Konzert und lernte dort den Bürgermeister und Gastwirt Sebastian Schuhbeck kennen, bei dem er schließlich auch seine Ausbildung zum Koch und Restaurant- und Hotelfachmann begann. Nachdem Sebastian Schuhbeck den jungen Alfons adoptierte, nahm er diesen Namen an. Nach Abschluss der Hotelfachschule in Bad Reichenhall arbeitete Alfons in Salzburg, Genf, Paris und London. In München führte ihn sein Weg durch die Creme de la Creme der Restaurants, u. a. arbeitete er bei Feinkost Käfer, Dallmayr und im Restaurant Aubergine von Eckart Witzigmann.

1980 übernahm Alfons Schuhbeck das Kurhausstüberl in Waging am See und kochte dort auf, was sich sehr schnell bei den Münchner und Salzburger Promis herumgesprochen hat, die sich dort nach und nach die Klinke die Hand gaben. Als Alfons in 1990er Jahren jedoch den Kochtopf verließ und sich als Vermögensberater prominenter und vermögender Kunden betätigte, begann ein dunkles Kapital in seinem Leben, das in jahrelangen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Betrugs mündete.

Schuhbeck wäre jedoch nicht Schuhbeck, wenn er sich davon hätte beeindrucken lassen. Nein, seitdem hat er noch mehr Gas gegeben und bekochte zwischendurch noch Spieler, Trainer und Funktionäre des FC Bayern München, bevor oder nachdem er die Aufträge für seinen Partyservice und sein Catering durchgesehen hat. Einen weiteren Standort des Schubeck-Imperium errichtete er am Flugplatz Egelsbach bei Frankfurt am Main, wo er 2001 die Schuhbeck´s Check Inn GmbH mit dem Restaurant Schuhbeck´s Check Inn und Schuhbeck´s Bar gründete.

Ein exquisites Projekt verwirklichte Schuhbeck 2007 unter dem Namen „Schuhbecks Blue Star Train“. Hierfür ließ er am Bahnhof Holzkirchen einen ehemaligen Trans-Europ-Express-Zug zu einem 204 m langen Restaurant umbauen, in dem bis zu 155 Gäste bewirtet werden können. Bei all den Aktivitäten von Alfons Schuhbeck fällt es jedoch schwer, stets auf dem Laufenden zu bleiben und deshalb erhebt dieser Artikel auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität.

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