Landeshauptstadt München

München ist die Landeshauptstadt im Freistaat Bayern und Heimat bzw. Sitz unzähliger Superlative, darunter das jährliche Spektakel Oktoberfest, das Deutsche Museum an der Isar und etliche international bekannte Unternehmen wie BMW, Siemens oder Allianz. Mit deutlich mehr als 2 Millionen Einwohnern ist München nicht nur die größte Stadt in Bayern und drittgrößte Metropole in Deutschland, sondern auch eine der schönsten Städte in Deutschland. Ihre Geschichte beginnt im Jahre 1158 mit der Verleihung des Stadt- und Zollrechts durch Kaiser Friedrich Barbarossa an Herzog Heinrich der Löwe. Nur ein Jahr zuvor hatte dieser mit wenigen Reitern die bis dahin einzige Brücke über die Isar zerstört und somit den Verlauf der wichtigen Handelsstrasse in Süddeutschland zu seinen Gunsten beeinflusst. Selbst heute befindet sich auf dieser Route zwischen Karlsplatz und Marienplatz eine der größten Einkaufsstrassen Deutschlands.

Sehenswürdigkeiten in München

Die Liste der Sehenswürdigkeiten in München ist scheinbar unendlich und definitiv zu groß, um während eines Kurzurlaubs oder während eines Wochenende in der bayerischen Landeshauptstadt alles zu sehen. Deshalb kommt hier eine Auswahl mit den 10 schönsten Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum von München, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Die beste Reisezeit beginnt im Mai und endet im Oktober bzw. je nach Föhnlage Anfang November, wenn die Münchner Biergärten und Straßencafés schon oder noch geöffnet haben.

Deutsches Museum

Das Deutsche Museum befindet sich auf der Museumsinsel entlang der Isar und ist nicht nur eines der größten Museen der Welt, sondern auch das am meisten besuchte Museum Deutschlands. Grundlage des 1903 gegründeten Museums war die mathematisch-physikalische Sammlung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und auch heute ist das Deutsche Museum sehr naturwisschaftlich und technisch geprägt. Das Besondere – und vor allem für Kinder sehr interessant – sind die vielen Möglichkeiten zum Anfassen und Erleben der Ausstellung dank Vorführungen und interaktiver Medien. Sehr spektakulär ist die Vorführung der hauseigenen Hochspannungsanlage mit lauten Knalleffekten. Angesichts der Größe des Deutschen Museum ist ein Tag jedoch schnell vorbei. Daher sollte man hier unbedingt einen ganzen Tag einplanen.

Frauenkirche (Dom zu unserer lieben Frau)

Frauenkirche MünchenDer gotische Dom zu unserer lieben Frau – kurz die Frauenkirche – ist mit ihren beiden Zwiebeltümern das unverwechselbare Wahrzeichen der Stadt München und von erhöhten Plätzen in München – beispielsweise vom Alten Peter oder vom Olympiaberg ganz deutlich zu erkennen. Die Frauenkirche befindet sich in der Altstadt von München unweit des Marienplatzes und ist die größte gotische Hallenkirche in Süddeutschland, die in den Jahren 1468 bis 1488 erbaut wurde, zu Beginn unter Herzog Sigismund. Im Inneren der Frauenkirche gehören die Chorfiguren von Erasmus Grasser und das Kaisergrab von Ludwig IV. zu den Dingen, die man nicht versäumen sollte. Der Südturm des Doms kann bestiegen werden und bietet einen tollen Ausblick über die Dächer Münchens.

Hofbräuhaus am Platzl

hofbraeuhausZu den schönsten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der Stadt gehört natürlich auch das Hofbräuhaus, das ein Ergebnis der großen Lust des Herzog Wilhelm V. auf gutes Bier ist. Bauherr und erster Braumeister war Heimeran Pongraz aus dem Kloster Geisenfeld in der Hallertau, später folgte Braumeister Elias Pichler aus Einbeck, der 1614 das erste Münchner Starkbier im Herzoglich Braunen Hofbräuhaus zu München braute. Für das heutige Hofbräuhaus am Platzl ist jedoch dessen Sohn Kurfürst Maximilian I. von Bayern verantwortlich, der während seiner Regierungszeit zunächst das Weißbier in Bayern und auch in München etablierte. Nach dem Tod des letzten Degenberger 1602 ließ Kurfürst Maximilian I. von Bayern in ganz Bayern “weiße Brauhäuser” errichten, darunter auch das heutige Hofbräuhaus am Platzl. Selbst nach rund 400 Jahren ist dieses Hofbräuhaus in der Nähe vom Marienplatz und dient deshalb als zentrale Anlaufstelle für Besucher und Münchner gleichermaßen.

Marienplatz und Neues Rathaus

MarienplatzDer Marienplatz mit der Mariensäule in der Mitte ist typisch für München und der schönste Platz der Stadt, umrahmt vom neugotischen Neuen Rathaus und vom kleineren Alten Rathaus, das zugleich den Durchgang zum Tal und zum Viktualienmarkt bildet. In der Vorweihnachtszeit findet hier der Münchner Christkindlmarkt statt, der zu den schönsten Weihnachtsmärten in Deutschland zählt. In der Mitte des Marienplatzes befindet sich die Mariensäule, die von Herzog Maximilian I. im Jahre 1638 dort errichtet wurde. Der Platz im Zentrum der Stadt erhielt erst 1854 seinen Namen „Marienplatz„, nachdem der Getreidemarkt in die Schrannenhalle an der Blumenstraße verlegt wurde. An die Nutzung als Marktplatz erinnert heute nur noch der Fischbrunnen an der nordöstliche Ecke des Marienplatzes gegenüber dem Kaufhaus Beck am Rathauseck. Sehr beliebt bei Touristen ist das Glockenspiel im Turm des Neuen Rathauses, das täglich um 11.00 und 12.00 sowie von März bis Oktober auch um 17.00 Uhr stattfindet. Oben auf der Spitze des Turms ist das Münchner Kindl zu sehen, weiteres Wahrzeichen der Stadt München.

Olympiazentrum und BMW Museum

Olympiazentrum und BMW-WeltDas Olympiazentrum rund um den 290 Meter hohen Olympiaturm ist anlässlich der Olympischen Spiele 1972 in München entstanden. Einen Überblick über das Olympiazentrum mit direkter Sicht ins Olympiastadion hat man von der Aussichtsplattform im Olympiaturm, aber auch der „kostenlose“ Ausblick vom Olympiaberg über die Dächer Münchens ist nicht ohne. Im Sommer finden auf dem Gelände des Olympiaparks einige Festivals statt, vor allem der Theatron Musiksommer am Olympiasee. Die Attraktivität des Olympiaparks wurde auch durch den Neubau des Aquariums “Sea Life” nochmals deutlich gesteigert, wo Besucher auf knapp 2.200 qm die Unterwasserwelt von der Isar bis in die Tiefen des tropischen Ozeans mit mehr als 10.000 Tiere aus 150 Arten bestauen können. Nach dem Besuch des Olympiaparks lohnt sich auch ein Abstecher in das moderne BMW Museum gegenüber vom Olympiapark, wo die Geschichte des bayerischen Unternehmens mit einer Menge Motoren, Turbinen, Flugzeuge, Motorräder und Fahrräder in den letzten knapp 100 Jahren dargestellt wird.

Pinakotheken im Museumsviertel

Alte Pinakothek MünchenDas Münchner Museumsviertel bietet inzwischen in 4 Museen Kunstwerke aus dem 15. Jahrhundert bis zur modernen Gegenwart, verteilt auf die Alte Pinakothek, Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne und Brandhorst Sammlung. Die Alte Pinakothek wurde 1836 noch von Ludwig I. gegründet und umfasst Sammlungen der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige mit berühmten Gemälden von Dürer und Rubens sowie die Alexanderschlacht von Albrecht Altdorfer, die Beweinung Christi von Sandro Botticelli, das Portrait des Kaiser Karl V. von Tizian und die Entkleidung Christi von El Greco. Die Neue Pinakothek wurde ebenfalls von Ludwig I. 1853 mit Kunstwerken aus der königlichen Sammlung gegründet und enthält vor allem Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert, die insgesamt zu der bedeutendsten Sammlung auf der Welt gehört. Vor allem die Werke von Caspar David Friedrich und Hans von Marées sind in der Neuen Pinakothek einzigartig. Die Pinakothek der Moderne entstand 2002 nach den Plänen des Architekten Stephan Braunfels und enthält schwerpunktmäßig Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, insbesondere Werke von Kirchner, Nolde, Picasso, Klee und Beckmann. Die Sammlung “Kunst der Gegenwart” zeigt vor allem Kunstwerke ab 1960, darunter Werke von Beuys, Baselitz, Warhol und Twombly. Sehr reichhaltig ist auch die Grafik Sammlung, die u.a. Werke der Altmeister Rembrandt und Cezanne und Grafiken von Baselitz und Wols enthält. Im Erdgeschoss der Pinakothek der Moderne befindet sich zudem die Architektur Sammlung, die in Wechselausstellungen etwa 350.000 Zeichnungen, 100.000 Fotografien und 500 Modelle aus der Architektur präsentiert.

Residenz

Die Münchner Residenz war bis 1918 der Wohn- und Regierungssitz der Wittelsbacher in München. Einzigartig ist das Antiquarium, das Herzog Albrecht V. von 1568 bis 1571 errichten lies. Das 69 Meter lange Gewölbe wird von allegorischen Fresken, Malereien und Ansichten bayerischer Landschaften geziert. Die Schatzkammer der Residenz zeigt die Leidenschaft der Wittelsbacher für Gold, Schmuck und Juwelen und umfasst Goldschmiedearbeiten, Porzellan und die Kronjuwelen der Wittelsbacher. In einem Seitentrakt der Residenz befindet sich das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst, das 1970 eröffnet wurde. Sehenswert ist auch die Staatliche Münzsammlung mit der weltweit größten Münzsammlung. Abwechslung und Erholung bietet der Hofgarten, der schon 1613 angelegt wurde und in der Mitte einen Pavillon von Heinrich Schön enthält, der 1615 errichtet wurde.

Schloß Nymphenburg

Schloß NymphenburgDas Schloss Nymphenburg im Münchner Westen im Stadtteil Nymphenburg gehört ebenfalls zu den sehenswerten Plätzen in München und zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Bayern, die man nicht verpassen sollte. Das Schloß Nymphenburg bildet mit dem Schlosspark und den kleinen Parkburgen eine Einheit und zählt zu den großen Königsschlössern Europas. Die Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten und Könige wurde 1644 von Agostino Barelli anlässlich der Geburt des Thronfolgers vom Kurfürsten Ferdinand Maria und seiner Frau Adelaide von Savoyen gebaut. Hier wurde König Ludwig II. von Bayern am 25. August 1845 geboren. Ein Rundweg durch den Park führt den Besucher an allen verborgenen Anlagen wie der Amalienburg vorbei, aber auch der Schlosspark ist für Spaziergänger nicht uninteressant.

Schrannenhalle

Schrannenhalle MünchenMit der Schrannenhalle hat auch die Stadt München endlich wieder eine gelungene Markthalle im Stil großer europäischer Städte wie Paris, Wien, Mailand oder London. Den schönsten Blick auf die Markthalle im Inneren der Schrannenhalle hat man zweifellos von den beiden Emporen, wobei der Ansturm auf die Käfer Empore phasenweise zur Überlastung und Einlaßbeschränkungen führt. Zum Glück gibt es noch eine zweite Empore, die vom österreichischen Steirerladen besetzt wird, um von dort auf die vielen Münchner, Marktstände und Käfer auf der gegenüber liegenden Empore zu schauen.
 Ein Großteil der Schrannenhalle bietet eine Menge Feinkost, Delikatessen und Spezialitäten aus Bayern oder Österreich, italienischen Espresso und Schinken, französischen Wein und Süßigkeiten, wobei die einzelnen Shops kaum zu unterscheiden sind. Das dunkle Dekor der Shops harmoniert mit der wunderschönen Deckenkonstruktion der Schrannenhalle, die jetzt viel deutlicher wahrzunehmen ist als früher. Es ist nicht die Markthalle, wo man täglich einkaufen geht, sondern etwas erleben und das Besondere genießen will.

Viktualienmarkt

Der Viktualienmarkt in München ist einer der letzten großen Lebensmittelmärkte in Deutschland mit einem für München typischen Flair und Biergarten, wo hin und wieder auch die Sterne-Köche Münchens gesehen werden, um frische Lebensmittel einzukaufen. Wer mit offenen Augen über den Viktualienmarkt spaziert, wird auch die Trinkwasserbunnen erkennen, die den berühmten Münchner Volksschauspielern Liesl Karlstadt und Karl Valentin gewidmet sind.

Viktualienmarkt