Das Hofbräuhaus am Platzl

Das Hofbräuhaus am Platzl inmitten der Altstadt von München ist wohl das bekannteste Wirtshaus der Welt und gehört nicht nur wegen seinem Bier zu den beliebtesten Reisezielen in der bayerischen Landeshauptstadt.

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Hofbräuhaus München

Das Hofbräuhaus am Platzl

Hofbräuhaus am Platzl

Das Hofbräuhaus am Platzl ist wahrscheinlich das berühmteste Brauhaus der Welt und gehört zu den beliebtesten Reiseziele in München. Für das heutige Hofbräuhaus legte Kurfürst Maximilian I. von Bayern den Grundstein, der während seiner Regierungszeit das Weißbiermonopol der Wittelsbacher in Bayern etablierte und nach dem Tod des letzten Degenberger im Jahre 1602 in ganz Bayern “weiße Brauhäuser” errichten ließ. Die Brauart mittels Weizen kam schon Ende des 15. Jahrhundert aus Böhmen nach Bayern, blieb aber wegen des bereits bestehenden Reinheitsgebots von 1516 weitgehend ohne Bedeutung. Nur den Adelsfamilien Degenberger und Schwarzenberger in Niederbayern stand das exklusive Recht zu, Weißbier unter Verwendung von Weizen zu brauen. Nach dem Tod des letzten Degenbergers im Jahre 1602 fiel dieses Braurecht an den Wittelsbacher Herzog Maximilian I. von Bayern, der auf dieser Basis in mehreren bayerischen Städten weitere “weiße Brauhäuser” errichten ließ, verbunden mit einem Abnahmezwang der anderen lokalen Gaststätten. Eines dieser “weißen Brauhäuser” war auch das Hofbräuhaus in München, das im Jahre 1607 am Platzl errichtet wurde.

Staatliche Hofbräu Brauerei

Die Gründung der Brauerei Hofbräu geht auf das Konto von Herzog Wilhelm V. der Fromme von Bayern (1579 – 1597), der auch für seinen ausgeprägten Hang nach einem guten Bier und als Beschützer des “einzig wahren katholischen Glaubens” bekannt war. Wegen der immensen Kosten des Bierimports aus Einbeck und des “falschen Glaubens in Niedersachsen” hatten ihm seine Kammermeister und Räte im Jahre 1589 empfohlen, in München eine Brauerei im Alten Hof zu errichten. Bauherr und 1. Braumeister wurde Heimeran Pongraz aus dem Kloster Geisenfeld in der Hallertau, gefolgt von dem Braumeister Elias Pichler aus eben diesem Städtchen Einbeck, das lange Zeit den Bierkonsum am Münchner Hofstaat befriedigte. Dieser Elias Pichler braute 1614 den ersten Bock, der die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges und der Belagung durch die schwedischen Truppen vor dem Untergang bewahrte. Im Jahre 1852 schenkte König Maximilian II. Joseph von Bayern das Hofbräuhaus samt Brauerei dem Bayerischen Staat. Nach der Velegung des Brauereibetriebs im Jahre 1896 unter der Leitung von Prinzregent Luitpold wird inzwischen am neuen Brauereistandort in München-Riem gebraut.

Sortiment der Hofbräu Brauerei

Das Sortiment des Staatlichen Hofbräuhaus wird aus historischen Gründen von Weißbier in allen erdenklichen Sorten dominiert, darunter das Hofbräu Original, Hofbräu Dunkel, Münchner Weiße, Schwarze Weiße und Kristall Weiße. Daneben braut Hofbräu naturgemäß ein Oktoberfestbier, das nicht nur in dem Festzelt auf dem Oktoberfest ausgeschenkt wird. Eine weitere saisonale Spezialität ist der Hofbräu Maibock, der während der Starkbierzeit in München ausgeschenkt wird. Der Maibockanstich im Hofbräuhaus gilt inzwischen als ebenbürtige Konkurrenzveranstaltung zur Paulaner Salvatorprobe auf dem Nockherberg.

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