Münchner Oktoberfestbiere

Das Oktoberfest in München öffnet bald wieder seine Pforten und erwartet auch in diesem Jahr mindestens wieder rund 6 Millionen Besucher auf der Theresienwiese und in den Festzelten, wo ausschließlich die Oktoberfestbiere der sechs großen Münchner Brauereien ausgeschenkt wird. 

Das Oktoberfest in München ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern dank der großen und kleinen Festzelte der Münchner Brauereien auch das weltweit bedeutendste Bierfest der Welt. Zur Auswahl stehen sechs Oktoberfestbiere, die sich sowohl im Geschmack als auch im Alkoholgehalt recht deutlich voneinander unterscheiden. Gemäß der Richtlinien der Landeshauptstadt München, die auch Veranstalterin der Münchner Wiesn ist – sind nur die Biere der nachfolgenden Münchner Brauereien zugelassen: Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten-Franziskaner. Wenige Woche vor dem Start der Wiesn kann man das Oktoberfestbier auch in Flaschen kaufen, wobei Augustiner traditionell die letzte Brauerei ist, deren Oktoberfestbier im Getränkemarkt landet.

oktoberfestbiere

Oktoberfestbiere der Münchner Brauereien von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Das Oktoberfestbier wird getreu dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 aus Hopfen, Malz und Wasser speziell für das Oktoberfest gebraut. Mit einem Alkoholgehalt von ca. 6 % ist es etwas stärker als das für Bayern typische Helle. Auch der Stammwürzegehalt ist etwas höher und beträgt mindestens 13,5%.

Augustiner-TurmDas Oktoberfest-Bier von Augustiner wird in den beiden großen Augustiner-Festzelten noch aus sog. 200-Liter-Hirschen ausgeschenkt, so dass es noch deutlich frischer und geschmackvoller schmeckt als die Biere der anderen Münchner Brauereien, die inzwischen lange Wege aus dem Container über sog. Ringleitungen bis zur Zapfstelle zurücklegen müssen. Auf dem Etikett erkennt man den schmalen Turm, der seit Ende des 2. Weltkriegs erstmals 2010 wieder auf dem Oktoberfest zu sehen war. Anlaß war das 200-jährige Jubiläum des Oktoberfests, das 2010 zu feiern war. Leider merkt man beim Augustiner-Oktoberfestbier das Zuviel meistens zu spät. Grobe Kopfschmerzen am folgenden Tag sind das Ergebnis.

hacker-festzelt-himmelUnser zweiter Favorit auf dem Oktoberfest ist das Oktoberfest Märzen von Hacker-Pschorr in der Bügelflasche. Der Alkoholgehalt beträgt 5,8 %, die Stammwürze 13,7 %. Das Etikett ist in der Mitte vom Himmel der Bayern geprägt, den man auch im Hacker Festzelt wiederfindet. Der Name erinnert an die Zeit, als man das typische Bier auf dem Volksfest noch Märzen nannte.

Die anderen Oktoberfestbiere der verbleibenden Brauereien Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten trinkt man besser nur in den Festzelten auf dem Oktoberfest, wo es für die meisten auf den Geschmack der Biere ohnehin nur begrenzt ankommt und wo man seinen mühevoll ergatterten Sitzplatz im Festzelt nicht so schnell wieder preisgeben will. Die rote Laterne als geschmackliches Schlußlicht würden wie dem Oktoberfestbier von Spaten anheften, wo sich der Stoiber-Spruch bewahrheitet: “Die Maß als das Maß aller Undinge”.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.