So trinkt man Münchner Oktoberfestbier

Das Münchner Oktoberfestbier ist das Lieblingsgetränk der Besucher auf dem Oktoberfest in München, das alljährlich im September seine Pforten öffnet. Die Münchner Brauereien versorgen die Wiesnwirte mit dem besonderen Bier, das in den Festzelten und auf den Biergärten ausgeschenkt wird.

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Oktoberfestbiere der Münchner Brauereien von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Das Oktoberfest und sein Bier

LöwenbräuDas Oktoberfest in München ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern dank unzähligen Festzelte auch das weltweit bedeutendste Bierfest der Welt. Zur Auswahl stehen sechs Oktoberfestbiere, die sich sowohl im Geschmack als auch im Alkoholgehalt recht deutlich voneinander unterscheiden. Gemäß der Richtlinien der Landeshauptstadt München, die auch Veranstalterin der Münchner Wiesn ist – sind nur die Biere der nachfolgenden Münchner Brauereien zugelassen: Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten-Franziskaner. Wenige Woche vor dem Start der Wiesn kann man das Oktoberfestbier auch in Flaschen kaufen. Leider ist Augustiner Bräu traditionell die letzte Brauerei, deren Oktoberfestbier im Getränkemarkt landet.

Oktoberfestbier der Münchner Brauereien

Das Oktoberfestbier wird getreu dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 aus Hopfen, Malz und Wasser speziell für das Oktoberfest gebraut. Mit einem Alkoholgehalt von ca. 6 % ist es etwas stärker als das typische Helle. Auch der Stammwürzegehalt ist etwas höher und beträgt mindestens 13,5%.

Augustiner Bräu

Augustiner-TurmDas Oktoberfest-Bier von Augustiner Bräu wird in den beiden großen Augustiner-Festzelten noch aus sog. 200-Liter-Hirschen ausgeschenkt. Hier schmeckt das Bier daher deutlich frischer und geschmackvoller als die Biere der Festzelte. Dort muss das Bier inzwischen lange Wege aus dem Container über sog. Ringleitungen bis zur Zapfstelle zurücklegen. Auf dem Augustiner-Etikett erkennt man den schmalen Turm, der seit Ende des 2. Weltkriegs erstmals 2010 wieder auf dem Oktoberfest zu sehen war. Anlaß war das 200-jährige Jubiläum des Oktoberfests. Leider merkt man beim Oktoberfestbier von Augustiner das Zuviel meistens zu spät. Grobe Kopfschmerzen am folgenden Tag sind das Ergebnis.

Hacker-Pschorr

hacker-festzelt-himmelUnser zweiter Favorit auf dem Münchner Oktoberfest ist das Oktoberfest Märzen von Hacker-Pschorr. Es wird insbesondere im Hacker Festzelt ausgeschenkt, direkt unter dem Himmel der Bayern. Gefühltermaßen ist hier die Stimmung immer am besten. Ob`s am Bier liegt? Stellt man die Flaschen der sechs Münchner Oktoberfestbiere nebeneinander, fällt das Hacker-Pschorr in der Bügelflasche sofort ins Auge. Der Alkoholgehalt beträgt 5,8 %, die Stammwürze liegt bei 13,7 %. Das goldene Etikett ist in der Mitte vom Himmel der Bayern geprägt, den man auch im Hacker-Festzelt wiederfindet. Der Name Oktoberfest-Märzen ist eine Anspielung an die Zeit, als man das Bier auf dem Volksfest noch Märzen nannte.

Weitere Oktoberfestbiere

Die Oktoberfestbiere der anderen Münchner Brauereien Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten trinkt man besser nur in den Festzelten auf der Wiesn, wo es auf den Geschmack der Biere ohnehin nicht so sehr ankommt. Geschmackliches Schlußlicht ist das Oktoberfestbier von Spaten, wo sich der Stoiber-Spruch bewahrheitet: “Die Maß als das Maß aller Undinge”.

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