Camba Bavaria Tap House in München

Die Truchtlachinger Brauerei namens Camba Bavaria eröffnet in München-Haidhausen erstes Craft Beer Tap-House an der Rosenheimer Strasse.

Craft Bier Trend in Deutschland

camba-bavaria-craft-bierLeider schauen wir Craft-Beer-Fans nach wie vor neidisch in die deutsche Hauptstadt Berlin, wo der (nicht mehr ganz so) neue Craft-Beer-Trend längst angekommen ist und seine Blüten treibt, z.B. in der Eröffnung der Berlin Beer Academy, wo es um die Verkostung interessanter deutscher und amerikanischer Craft-Biere und die neue Vielfalt der Bierwelt geht. Während sich in Berlin schon zahlreiche Getränkemärkte auf den Vertrieb erlesener und handgefertigter Biere aus ganz Europa spezialisiert haben, bekommt man in München überwiegend nur das übliche Sortiment der großen Münchner Brauereien und der anderen deutschen Bierkonzerne zu sehen, allenfalls ergänzt mit Vertretern aus dem Rest Bayerns. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass wir in Bayern geradezu verwöhnt sind mit tollen Bieren aus regionalen Brauereien, von denen auch etliche unter den besten Bieren der Welt gelistet sind.

Wer jedoch genauer sucht und hinsieht, findet auch in München die ersten Beispiele, dass sich auf dem Biermarkt etwas bewegt. Weg vom industriell hergestellten Bier, hin zum handwerklich gebrauten Bier mit ungewöhnlichen Aromen und Namen. Eines dieser Beispiele ist das neu eröffnete Munich Tap-House, das die Truchtlachinger Brauerei Camba Bavaria aus dem Chiemgau vor wenigen Tagen in München-Haidhausen eröffnet hat. Schön ist es geworden, auch wenn man sich als Münchner einen anderen und zentraleren Standort für das erste Munich Tap-House gewünscht hätte. Im Mittelpunkt der neuen Münchner Bar stehen die mehr als 200 Biere, die zum großen Teil auch aus den USA importiert werden, wo der Craft-Beer-Trend begann. Auf der Bierkarte findet man nur wenige typisch bayerische Biersorten, aber umso mehr Ales, Porter und Stouts, an die man sich als normaler, bayerischer Biertrinker sicher erst gewöhnen muss. Wer schon geübter ist mit den internationalen Biersorten wie z.B. Pale Ale, India Pale Ale oder Porter und Stout, wird hier seine wahre Freude haben, auch wenn einige Angebote auf der Bierkarte kaum mit dem bayerischen Reinheitsgebot zu vereinbaren sind.

An unserem ersten Abend im ersten Münchner Tap-House haben wir uns für ein

  • Camba Coffee Porter aus Truchtlaching,
  • ein Birrificio del Ducato Viaemilia aus Italien,
  • ein Saint Arnold Amber Ale (vom Fass) aus den USA und
  • ein St. Louis Pêche aus Belgien

entschieden. Und schon nach dem ersten Mal stellt man fest, dass die Biere aus dem Fass ein völlig neues Geschmackserlebnis offenbaren.

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