Das beste Münchner Bier

Neben den fünf großen Münchner Brauereien Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten brauen auch einige kleinere Brauereien und Hausbrauereien sehr gutes Bier nach traditioneller Brauart und gem. bayerischem Reinheitsgebot. Doch wer produziert das beste Bier in München?

Münchner Bier

Bei der Frage nach dem “besten Bier aus München” stehen die u.a. die Biere der Münchner Brauereien Airbräu, Augustiner, Franziskaner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner oder Schneider-Weiße zur Auswahl, wobei die Brauereien Schneider-Weiße und Airbräu nur mit viel Phantasie als Münchner Brauereien bezeichnet werden können. Für einen Münchner ist es jedoch keine Überraschung, dass Augustiner mit großem riesigem Abstand das Feld der Münchner Brauereien anführt, das die besten Biere braut. Davon abgesehen hat die Brauerei Augustiner Bräu auch noch einige andere Superlative vorzuzeigen. Denn es handelt sich um die älteste Brauerei in München und inzwischen auch um die einzige Brauerei auf dem Oktoberfest, die sich noch als Privatbrauerei bezeichnen darf. Während Hofbräu eine staatliche Brauerei ist, gehören die anderen großen Münchner Brauereien inzwischen zu internationalen Brauereikonzernen, teilweise sogar mit Sitz im Ausland. Im übrigen ist Augustiner die letzte Brauerei, die ihr Oktoberfestbier nicht nur auf der Oidn Wiesn aus echten traditionellen Holzfässern ausschenkt.

Augustiner Bräu

Die Geschichte der Augustiner Brauerei beginnt offiziell im Jahre 1328, als sich auf Anordnung des Freisinger Bischofs und des bayerischen Herzogs Mönche des Augustinerordens in Münchens angesiedelt hatten und in ihrem Kloster eine Brauerei betrieben. Während der Säkularisierung in Bayern wurde das Kloster der Augustiner 1803 aufgelöst und die Brauerei vom Staat übernommen. 1829 übernimmt schließlich Anton Wagner die Brauerei der Augustiner Mönche samt Brauhaus an der Neuhauser Strasse. Dessen Sohn Josef Wagner vollzieht später den Umzug der Brauerei an die Landsberger Strasse, den die Witwe Wagner zu ihren Lebzeiten bereits eingeleitet hatte. Das Bräuhaus an der Neuhauser Strasse wird zu den heutigen Augustiner Großgaststätten umgebaut. Dessen Sohn Richard Wagner führt die Brauerei durch die beiden Weltkriege und baut sie zusammen mit seinem gleichnamigen Sohn Richard nach dem 2. Weltkrieg wieder auf. Heute firmiert die Augustiner Brauerei als Augustiner-Bräu Wagner KG. Die Mehrheit der Unternehmensanteile an der Kommanditgesellschaft gehören der gemeinnützigen Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, die übrigen 49 % verteilen sich auf mehrere Kommanditisten, darunter auch der Münchner Unternehmer Dr. Jannik Inselkammer. Kennzeichnend für die Augustiner Brauerei ist der vollständige Verzicht auf Werbung im öffentlichen Raum. Stattdessen setzt man mehr auf moderne Kommunikations- und Werbeformen, so z.B. auf Spots auf YouTube:

Das Sortiment der Augustiner Brauerei umfasst alle klassischen Biersorten, aber die absoluten Highlights aus dem Hause Augustiner sind das Lagerbier Hell und der berühmte Edelstoff – ein helles Exportbier – sowie das Augustiner Weißbier. Für das Oktoberfest braut Augustiner seit 1950 ein helles Märzen, das bis heute in traditionellen 200 Liter Fässern – den sog. Hirschen – auf die Theresienwiese ausgeliefert wird. Augustiner ist damit die letzte Brauerei, die das Bier auf dem Oktoberfest noch aus den traditionellen Hirschen ausschenkt. Augustiner ist auf dem Oktoberfest mit den folgenden zwei Festzelten vertreten: Augustiner Festhalle und Fischer Vroni. Auf dem Oktoberfest 2010 präsentiert Augustiner einen neuen Turm für die Augustiner Festhalle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.