Bayrische Brotzeit

Die bayrische Brotzeit genießt man am besten in einem der schönen Biergärten Bayerns, auf dem Gipfel nach einer anstrengenden Bergtour, an einem der Badeseen in der Sonne, nach getaner Arbeit oder am Abend gemeinsam mit der Familie oder mit Freunden.

Brotzeit im Biergarten der Schloßbrauerei Au

Bayerische Brotzeit im Biergarten der Schloßbrauerei Au von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

bayerische BrotzeitDie bayrische Brotzeit ist weder an eine feste Zeit noch an einen bestimmten Ort gebunden. Es ist Teil der bayerischen Küche und Ausdruck eines Lebensgefühls, das man in Bayern mit einem gemütlichen Beisammensein in der Familie oder unter Freunden verbindet. Während man sich in Paris in einem der Cafés zu einem Croissant trifft, macht man in Bayern eben eine Brotzeit. Für manche ist die bayerische Brotzeit einfach das schönste Vergnügen und Belohnung nach getaner Arbeit oder nach einer anstrengenden Tätigkeit. Während die einen auf ihre Brotzeit unter Kastanien in einem der bayerischen Biergärten schwören, gehört für die anderen zwingend Schweiß und Anstrengung dazu. Für fast alle ist ein Helles oder ein Weißbier unverzichtbar, um die Brotzeit in vollen Zügen zu genießen.

Die typisch bayerische Brotzeit hat sich aus dem Alltag der Bauern in Bayern entwickelt, die zwischen der Stallarbeit frühmorgens und dem Gang aufs Feld erstmal ein ordentliches Frühstück mit Brot, Wurst und Käse zu sich nahmen. Das gleiche wiederholte sich nach der Arbeit auf dem Feld, begleitet von dem einen oder anderen Bier. Heute sind es Bauarbeiter, Handwerker, Büroleute oder Künstler, die sich eine Brotzeit in Form eines warmen Leberkäs oder eines Wurstsalats zwischendurch auf der Baustelle, im Büro, in einem der vielen bayerischen Biergärten oder im Freien auf der grünen Wiese gönnen.

Steckerlfisch bei Fischer Vroni auf der Wiesn

Steckerlfisch bei Fischer Vroni auf der Wiesn von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Brotzeit mit Obazdem und BreznEine der schönsten und bekanntesten bayerischen Brotzeiten ist das Weißwurstfrühstück mit Weißwurst, Brezn und süßem Senf. Idealerweiße steht noch ein Weißbier daneben, gerne auch eine leichtes oder alkoholfreies Weißbier, da eine Weißwurst das 12.00 Uhr Läuten nicht mehr hören sollte und daher üblicherweise morgens auf den Tisch kommt. Eine etwas deftigere Brotzeit ist der Schweinsbraten mit Knödel, den man inzwischen in München und anderen größeren Städten sogar online per Lieferservice bestellen kann. Bei einer typisch bayerischen Brotzeit sieht man auch immer wieder einen weißen Rettich, den sog. Radi. Hauchdünn aufgeschnitten und kräftig gesalzen schmeckt er einfach vortrefflich zu allen Arten von Wurst oder bayerischem Käse. Letzteres findet man in erster Linie als „stark duftenden“ Limburger oder Romadur auf dem Brotzeitteller. Im wahrsten Sinne des Wortes typisch bayerisch ist der Obazde, den man so nur in Bayern findet und selbst hier bedarf es einiger Kunst und Routine, einen schmackhaften Obatzten zuzubereiten. Einzigartig ist auch eine Brotzeit auf dem Oktoberfest in München, wo es unzählige Möglichkeiten gibt, eine leckere Brotzeit im Biergarten einer der Festzelte in der Sonne zu genießen, beispielsweise einen Steckerlfisch bei Fischer Vroni und ein süffiges Oktoberfestbier von Augustiner dazu.


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