Allgäuer Brauhaus

Das Allgäu und die Allgäuer Brauhaus AG blicken auf eine lange Tradition im Bereich der Bierherstellung zurück. Historische Dokumente berichten bereits 1394 von der Stiftsbrauerei in Kempten und 1556 von einem Wirtshaus hinterm Berg nächst beim Stift mit dem ersten Bierkeller in Kempten, den es bis heute noch gibt.

Das 16. und 17. Jahrhundert war die Zeit des Fürstabt Bernhard Gustav von Baden-Durlach und seines Nachfolgers Rupert von Bodman, denen die Stiftsbrauerei ihren Wohlstand zu verdanken hat. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließ er 1680 das sogenannte Weiße Brauhaus errichten, in dem erstmals in Kempten Hefeweißbier gebraut wurde. 1712 braute der Stiftsbraumeister Augustin Schelling das erste Kemptner Bockbier. Nach der Säkularisation übernahm Braumeister Martin Leichtle die Stiftsbrauerei.

1911 gründeten August Weixler und August Schnitzler die Allgäuer Brauhaus AG, die nach einigen anderen Kemptner und Allgäuer Brauereien 1921 auch die Stiftsbrauerei übernahm. Es folgten weitere Übernahmen, unter anderem 1935 das Bräuhaus Aulendorf. Bis zum Ende des 2. Weltkriegs gehörten dem Allgäuer Brauhaus alle vier noch verbliebenen Brauereien in Kempten.

2002 übernahm das Allgäuer Brauhaus die Brauerei Altenmünster in Marktoberdorf und die Radeberger Gruppe die von Sailerbräu gehaltenen Markenrechte für das Altenmünster Bier in der unverwechselbaren Bügelverschlussflasche. Inzwischen gehört das Allgäuer Brauhaus nahezu vollständig zur Radeberger Gruppe, die wiederrum selbst Bestandteil des Oetker-Konzern ist.

2008 erhielt das Allgäuer Brauhaus viermal DLG Gold für folgende Biere::

  • Teutsch Pils,
  • Fürstabt Hefeweizen,
  • Urtyp Export und
  • Altenmünster urig-würzig.

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