Föhn in Bayern

Der Föhn von den Alpen ist nach wie vor ein Mysterium, das Freud und Leid für die Menschen im südlichen Bayern und in München mit sich bringt. Woher kommt er, wie wirkt er?

Der Föhn in Bayern und seine Auswirkungen

In der Zeit von November bis Februar ist wieder Föhn angesagt in Bayern, eine Naturerscheinung aus den bayerischen Alpen mit unterschiedlichen Folgen auf Mensch und Umwelt. Die meisten Föhntage gibt es im November und Dezember, gefolgt von Januar, Februar und April. Wenn der Föhnwind von den bayerischen Alpen bläst, rückt München näher an die Berge heran ( so scheint es zumindest). Trotz zahlreicher Forschungsarbeiten sind die Ursachen und die Auswirkungen des Föhn nach wie vor umstritten und ungeklärt. Einig sind sich die Forscher nur darin, dass sie sich nicht einig sind. Auch die Auswirkungen des Föhn auf die Menschen sind unterschiedlichster Natur und reichen von Muskelzucken, Herzflimmern, Ohrensausen, Migräne und Sodbrennen bis hin zur “gesteigerten sexuellen Begierde mit verfrühter Samenentleerung”. Mir brummt einfach nur der Schädel, wenn Föhn in München herrscht. Ergänze “manchmal”.

Ich kann diejenigen gut verstehen, die sagen, dass sie auf den Föhn aus den Alpen gerne verzichten können. Vor allem den Opfern der Migräne bei Föhn stehen jetzt wieder “harte Zeiten” bevor. Auch mir brummt hin und wieder der Schädel, wenn dieser mysteriöse Wind aus den Alpen weht. Da interessiert es niemanden von denen, dass schon Hermann Hesse zu den berühmten Opfern des bayerischen Föhn gehörte oder die Forschung über das Mysterium nach wie vor anhält und Themen für Doktorarbeiten oder Dissertationen bereithält. Wer noch kein Geheimrezept gegen den Föhn für sich gefunden hat, sollte sich mal mit dieser Literatur zum Biowetter beschäftigen. Bei mir hilft in der Regel schon “eine oder zwei Tassen Kaffee”. Diese Verbindung zwischen Kaffee und Kopfschmerzen ist jedoch mindestens genauso umstritten wie die Ursachen des Föhn. Ein Blicks ins Internet zum Thema Kaffee und Kopfschmerzen zeigt mir jedoch, dass ich offensichtlich nicht der einzige bin, der zu diesem Hausmittel greift. Es liegt wohl am Koffein im Kaffee, der die Blutgefäße erweitert und so krampflösend wirkt. Vor 2 Jahren habe ich mir extra ein Philips Senseo Kaffeeautomat gekauft, damit ich mir schnell mal selbst einen Kaffee machen kann. Seitdem habe ich viele Kaffeesorten getestet und letztendlich meine Lieblingssorten Tchibo und Jacobs gefunden. Meinen Kaffee von Tchibo kaufe ich hin und wieder auch online im Internet mittels einem Tchibo Gutschein.

Vielleicht hilft es ein wenig zu wissen, dass wir in Bayern nicht die einzigen sind, die mit dem Föhn zu leben haben. Vielmehr weht der Föhn auf der ganzen Welt, nur unter anderen Namen. Auch die Polen am Rande des Riesengebirge Moazagotl, die Franzosen an den Pyrenäen (“Autan”), die Menschen in den westgrönländischen Fjörden, Amerikaner an der Ostseite der Rocky Mountains (“Chinook”) oder in Südkalifornien zwischen der Sierra Nevada und den Rockys (“Santa-Ana”), Argentinier an der Ostseite der Anden (“Zonda”) und auch die Japaner an der Ostküste “Mikuni-Oroshi”) sind betroffen vom Geisterwind oder Teufelswind, wie er in manchen Gegenden benannt wird.

Hermann Hesse schrieb während seines Aufenthalts in München im Jahr 1827 über das Wetterphänomen folgende Zeilen:

“Es gibt nichts Seltsameres und Köstlicheres als das süße Föhnfieber, das in der Föhnzeit die Menschen und namentlich die Frauen überfällt, den Schlaf raubt und alle Sinne streichelnd reizt.”

Das lässt schon eine gewisse sadistische Neigung des berühmten deutschen Dichters Hesse erkennen, dessen Werke wir alle in der Schule gelesen haben. Unvergessen sind seine Romane “Der Steppenwolf”,”Siddharta” oder “Das Glasperlenspiel”. Mein Lieblingswerk von Hermann Hesse war jedoch die Erzählung “Narziß und Goldmund“.

Noch viel weniger wird es die (vorwiegend weiblichen) Migräneopfer interessieren, dass es seit 1948 sogar eine Föhnformel gibt, die von den Forschern Prof. Dr. H. v. Ficker (was für ein Name) und Prof. Dr. De Rudder entwickelt wurde.

Es gibt aber auch solche, die den Föhn aus den Alpen lieben. Ja, wirklich! Ich gehöre auch dazu, weil er in depressiven Zeiten während eines langen Winter herrliche Temperaturen nach München bringt, währenddessen man sich am liebsten in einen der Münchner Biergärten setzt und Sonne tanken kann. Auch für Hobbyfotografen ist der Föhn eine tolle Gelegenheit, um die Alpen direkt hinter der Frauenkirche zu fotografieren. Die besten Tageszeiten sind hierfür der frühe Morgen, da die Bilder kontrastreicher werden. Ein sehr guter Standort ist der Olympiaturm, von wo man über ganz München hinweg sehen kann.

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